Bei einem schweren Verkehrsunfall am 23. August 2026 auf dem Camino de los Lecheros in Alta Gracia, Córdoba, kamen vier Menschen ums Leben. Der Fahrer des beteiligten RAM-Pickups, Carlos Javier Ríos (49), wurde nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Fahrspur wechselte und frontal mit einem VW Gol kollidierte.

Ein tragischer Unfall erschüttert die Region

Am Sonntag, dem 23. August 2026, gegen 21:30 Uhr, ereignete sich auf dem Camino de los Lecheros (Provinzstraße C-45) in der Nähe von Alta Gracia, Córdoba, ein schwerer Frontalzusammenstoß zwischen einem Volkswagen Gol und einem RAM-Pickup. Bei dem Aufprall kamen vier Menschen ums Leben, eine weitere Person wurde schwer verletzt.

Die Opfer wurden als Pablo César (42), Jésica Garrido (34), Yanina Garrido (39) und Danilo Díaz (23) identifiziert, alle aus Bouwer, einer Kleinstadt etwa 20 Kilometer südlich von Córdoba. Die Gemeinde trauert und hat zwei Tage Trauer ausgerufen.

Die Ereignisse vor dem Unfall

Nach ersten Ermittlungen hatte Danilo Díaz am selben Tag einen Motorradunfall in der Nähe von Falda del Carmen. Er wurde ins Krankenhaus Illia in Alta Gracia gebracht, wo er nach ärztlicher Untersuchung als außer Gefahr entlassen wurde. Seine Familie reiste aus Bouwer an, um ihn abzuholen, und fuhr dann zur örtlichen Polizeistation, um das beschlagnahmte Motorrad abzuholen.

Auf dem Rückweg fuhr ein fünftes Familienmitglied das Motorrad, während Díaz als Beifahrer im VW Gol saß, zusammen mit den anderen drei Opfern. Um die Innenstadt von Alta Gracia zu umgehen, wählten sie den Camino de los Lecheros, eine ländliche Straße, die oft als Alternative zur Hauptroute genutzt wird.

Die Anklage: Fahrspurwechsel als Unfallursache

Die Staatsanwaltschaft des Ersten Turnus von Alta Gracia unter der Leitung von Diego Fernández hat den Fahrer des RAM-Pickups, Carlos Javier Ríos (49), wegen „fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr“ angeklagt. Die Hauptthese der Ermittler ist, dass Ríos die Fahrspur gewechselt hat und frontal in den VW Gol fuhr, was die Wucht des Aufpralls erklärt.

Ríos befindet sich derzeit im Italienischen Krankenhaus von Córdoba und ist außer Lebensgefahr. Sobald er entlassen wird, muss er sich vor Gericht verantworten.

Was bedeutet „fahrlässige Tötung im Straßenverkehr“?
Dieser Straftatbestand ist im argentinischen Strafgesetzbuch (Artikel 84) verankert und sieht höhere Strafen vor, wenn der Tod durch rücksichtsloses, fahrlässiges oder verkehrswidriges Verhalten verursacht wird. Die Qualifikation führt zu einer strengeren Strafe als bei einfacher fahrlässiger Tötung.

Trauer in Bouwer und Forderung nach Gerechtigkeit

Die Gemeinde Bouwer hat zwei Trauertage ausgerufen, und Anwohner organisierten eine Mahnwache auf dem zentralen Platz. In sozialen Medien drückten Freunde und Familie ihre Trauer aus und forderten eine vollständige Aufklärung. „Wir wollen nicht, dass dies ungesühnt bleibt“, sagten Angehörige der Opfer.

Der Unfall reiht sich ein in eine Serie von Verkehrstoten in der Provinz Córdoba, die in diesem Jahr bereits eine alarmierende Zahl an Todesfällen auf Landstraßen verzeichnet. Die Behörden appellieren an die Verkehrsteilnehmer, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten, insbesondere auf zweispurigen Straßen wie dem Camino de los Lecheros.

Die Ermittlungen laufen weiter; in den kommenden Tagen werden technische Gutachten zum Unfallort und zu den Fahrzeugen erwartet, um die genaue Unfalldynamik zu rekonstruieren.

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