Ein historischer Besuch, der das Land bewegt
Der Besuch von Papst Leo XIV. in Argentinien, geplant für November 2026, markiert die Rückkehr eines Pontifex nach fast vier Jahrzehnten. Die Agenda umfasst Aktivitäten in Buenos Aires, Luján und Córdoba und erzeugt bereits enorme Erwartungen im ganzen Land.
Nach Bestätigung kirchlicher und staatlicher Quellen wird der Papst am 8. November im Land eintreffen und bis zum 11. November bleiben. Während seines Aufenthalts sind interreligiöse Treffen, Besuche von Heiligtümern und eine Freiluftmesse geplant, die Millionen von Gläubigen anziehen könnte.
Córdoba: Das Zentrum des Glaubens
Die Provinz Córdoba bereitet sich darauf vor, den Papst mit einer Massenmesse in Fadea (Argentinische Flugzeugfabrik) zu empfangen, die für den 10. November nahezu bestätigt ist. Schätzungen zufolge könnten zwischen 800.000 und 1 Million Menschen teilnehmen, was sie zu einem der größten religiösen Ereignisse in der argentinischen Geschichte machen würde.
Der Minister für Sicherheit von Córdoba, Juan Pablo Quinteros, bestätigte, dass die Planung seit über zwei Monaten zusammen mit dem Außenministerium und dem Vatikan läuft. Zudem wird erwogen, einen arbeitsfreien Tag oder Feiertag auf Provinzebene auszurufen, um die Teilnahme der Gläubigen zu erleichtern.
Der Papst wird nicht in Córdoba übernachten; er wird im Papamobil anreisen, die Kathedrale von Córdoba und das Erzbistum besuchen und dann seine Reise fortsetzen.
Buenos Aires und Luján: Volle Agenda
In der Stadt Buenos Aires sind Besuche der Metropolitan-Kathedrale, der Katholischen Universität Argentiniens, des Palacio Libertad, des Teatro Colón und des Denkmals für die Spanier geplant. Ein bilaterales Treffen mit Präsident Javier Milei im Casa Rosada wird erwartet, das Datum steht jedoch noch nicht fest.
In Luján wird die Hauptaktivität in der Basilika von Luján stattfinden, mit einer erwarteten Teilnehmerzahl von 3 bis 4 Millionen Menschen. Das Ausmaß erfordert einen beispiellosen Sicherheits- und Logistikaufwand.
Koordination zwischen Kirche, Nation und Provinzen
Die Organisation des Besuchs ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Katholische Kirche hat eine nationale Sammlung gestartet, um die Kosten der pastoralen Organisation zu finanzieren, unterstützt durch das Programm FE zur Verbreitung. Transparenz bei Kosten und Ressourcen wurde zugesagt.
Die nationale Regierung hat bereits das erste formelle Treffen im Casa Rosada abgehalten, geleitet von Karina Milei, Generalsekretärin der Präsidentschaft. Teilnehmer waren der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge García Cuerva, die Priester Matías Taricco und Máximo Jurcinovic, der apostolische Nuntius Michael Wallace Banach sowie Beamte der Stadtregierung.
Die Provinz Buenos Aires forderte jedoch, in die Organisation einbezogen zu werden. Minister Carlos Bianco äußerte sein Unbehagen darüber, nicht zum ersten Treffen eingeladen worden zu sein. Die Kirche hat bereits ein nächstes Treffen mit Vertretern der Provinz Buenos Aires und Córdoba beantragt.
Nächste Schritte
Der Vatikan wird am kommenden Sonntag eine zweite Vorausmission ins Land entsenden, um die Veranstaltungsorte zu besichtigen. Die erste Delegation besuchte Argentinien Ende Juni. Zudem wird ein nationaler Feiertag oder arbeitsfreier Tag während des Papstaufenthalts erwogen.
Politisch wird La Libertad Avanza fordern, dass Leo XIV. an einer Gesetzgebenden Versammlung teilnimmt – ein Schritt, der einen Meilenstein in den Beziehungen zwischen Kirche und Staat markieren würde.
Ein Papst, der bereits auf Argentinien blickt
Papst Leo XIV. empfing im Vatikan den Erzbischof von Mercedes-Luján, Monsignore Jorge Eduardo Scheinig, als Zeichen des päpstlichen Interesses am Land. Der Besuch verspricht ein historisches Ereignis zu werden, das Argentinien im Glauben und in der Hoffnung vereinen wird.
Mit einer Organisation, die alle Ebenen von Staat und Kirche einbezieht, bereitet sich das Land darauf vor, einen spirituellen Führer zu empfangen, der nach den Erwartungen einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen wird.