Nach der Sommerpause kehrt die Formel 1 mit dem Großen Preis der Niederlande zurück. Alpine bringt ein Upgrade-Paket für den A526 mit – im Kampf gegen Racing Bulls um Platz 5 der Konstrukteursmeisterschaft. Franco Colapinto will wieder in die Top 10 und zeigt sich optimistisch.

Die Formel 1 startet an diesem Wochenende mit dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort in die zweite Saisonhälfte. Das Team Alpine kommt mit einem klaren Ziel: den verlorenen Boden gutmachen und den Kampf um den fünften Platz in der Konstrukteursmeisterschaft wieder aufnehmen.

Der Geschäftsführer des Teams, Steve Nielsen, bestätigte, dass die Mannschaft aus Enstone ein strategisches Upgrade-Paket für den A526 mitbringt. Dieses wird in der einzigen Freien Trainingseinheit am Freitag getestet – bei einem Wochenende im Sprint-Format.

Steve Nielsen über die neuen Teile

„Wir haben an diesem Wochenende einige Upgrades verfügbar, die wir im Freien Training vor dem Sprint-Qualifying am Auto testen werden. Der Plan ist, so schnell wie möglich weitere Verbesserungen zu bringen – hoffentlich reicht das, um im Kampf um Punkte ganz vorne mitzumischen.“

Nielsen betonte auch die Bedeutung der Sommerpause: „Es ist immer eine gute Zeit im Jahr, in der sich fast alle in der Formel 1 verpflichtet sind, eine Pause vom Rennsport zu machen. Wir haben an der allgemeinen Instandhaltung der Fabrik gearbeitet.“

Der Kampf um Platz 5

Aktuell liegt Alpine mit 61 Punkten auf dem sechsten Platz der Konstrukteursmeisterschaft – nur 5 Punkte hinter Racing Bulls (66), die sich in den letzten Rennen auf Rang fünf geschoben haben. Dahinter folgt Haas mit nur 21 Zählern.

Diese Position entscheidet nicht nur über die Preisgeldverteilung, sondern auch über die Entwicklungszeit im Windkanal und die Garagenzuteilung für die nächste Saison.

Colapinto voller Optimismus

Der argentinische Pilot Franco Colapinto, aktuell 12. der Fahrerwertung mit 19 Punkten (vier hinter Arvid Lindblad), zeigte sich begeistert vom Saisonstart: „Ich freue mich riesig, nach der verdienten Pause wieder zu fahren. Wir haben etwas enttäuschend abgeschnitten, aber das zeigt, wie weit wir als Team im Vergleich zum letzten Jahr gekommen sind. Jetzt kämpfen wir um Platz fünf bei den Konstrukteuren – das ist sehr positiv, und alle wollen diesen Erfolg absichern.“

Der Argentinier, der seine Ferien wegen Testfahrten für Pirelli in Ungarn später beendete, kennt die Strecke gut: „Das ist eine Strecke, die ich mag und die ich aus meiner Zeit in den Nachwuchsserien gut kenne. Es wird spannend, sie bei einem Sprint-Wochenende zu fahren – wir müssen von Freitag an bereit sein.“

Gasly erinnert sich an sein Podest 2023

Der erfahrene Pierre Gasly erinnert sich an seinen Podestplatz mit Alpine bei der Ausgabe 2023: „Ich habe großartige Erinnerungen an Zandvoort, denn dort habe ich meinen ersten Podestplatz mit dem Team geholt.“ Mit Blick auf die Erwartungen ergänzt er: „Wir haben eine große Aufgabe vor uns, denn die Meisterschaft ist extrem eng.“

Zeitplan und Streckendaten

Der Grand Prix findet vom 21. bis 23. August statt und wird die letzte Auflage im Kalender sein, denn die niederländische Strecke verschwindet 2027. Alle Zeiten in argentinischer Zeit:

TagAktivitätUhrzeit (Argentinien)
Freitag, 21.08.Freies Training 107:30
Freitag, 21.08.Sprint-Qualifying11:30
Samstag, 22.08.Sprintrennen07:00
Samstag, 22.08.Qualifying11:00
Sonntag, 23.08.Rennen10:00

Die Strecke von Zandvoort ist 4,259 km lang, hat 14 Kurven und das Rennen geht über 72 Runden (306,587 km). Der Rundenrekord liegt bei Lewis Hamilton mit 1:11.097 (2021), die meisten Siege feierte Jim Clark mit vier Triumphen. Im Vorjahr gewann Oscar Piastri vor Max Verstappen und Isack Hadjar.

Die Sprint-Herausforderung

Es ist das erste Sprint-Wochenende in der Geschichte des niederländischen Grand Prix. Die Teams haben nur ein einziges Training vor dem Sprint-Qualifying am Freitag – das zwingt zu schneller Anpassung und die neuen Teile müssen sofort funktionieren.

Mit Colapinto und Gasly an der Spitze will Alpine die Verbesserungen nutzen und Platz fünf zurückerobern. Die Abschiedsvorstellung von Zandvoort verspricht jede Menge Spannung.