Die Operation zur Verlängerung der Laufzeiten der Lelink D31G6, die am 31. August fällig wird, verzeichnete die geringste Akzeptanz unter den sechs Schuldentauschgeschäften des Jahres 2026. Es bleiben 3.095 Millionen US-Dollar im Umlauf, und der Markt fürchtet ein neues Währungsdrama wie im Juli, als die Zentralbank eine Serie von 135 Kaufrunden unterbrach.

Was beim Schuldentausch passiert ist

Das Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Luis Caputo führte am Dienstag, dem 18. August, einen Schuldentausch durch, um die Fälligkeiten Ende des Monats zu entschärfen und eine neue Belastungsprobe für den Dollar zu vermeiden. Das Ergebnis bleibt jedoch gemischt: Die Akzeptanz lag bei 34,12 Prozent – der niedrigste Wert unter den sechs vergleichbaren Operationen im Jahr 2026.

Konkret erhielt die Finanzsekretariat 255 Angebote über insgesamt 1.737 Millionen US-Dollar, platzierte aber nur 1.354 Millionen US-Dollar in den neuen Letras: 1.213 Millionen US-Dollar in der D30S6 (Fälligkeit am 30. September, Zuschnittpreis 989,90 US-Dollar je 1.000 US-Dollar Nennwert) und 141 Millionen US-Dollar in der D30O6 (Fälligkeit am 30. Oktober, Preis 986 US-Dollar).

Damit konnte das Finanzministerium 1.344 Millionen US-Dollar der ursprünglichen Anleihe D31G6 (Fälligkeit am 31. August) zurückkaufen, ließ aber etwa zwei Drittel des ausstehenden Nennwerts außen vor.

Warum diese Operation wichtig ist

Die Lelink D31G6 (ein an den offiziellen Dollar gekoppelter Schatzbrief) ist ein zentrales Instrument im argentinischen Finanzsystem. Mit einem ausstehenden Volumen von 4.400 Millionen US-Dollar (davon etwa 1.250 Millionen US-Dollar bei der Zentralbank) repräsentiert sie rund 40 Prozent der Fälligkeiten, die das Finanzsekretariat in der kommenden Woche bewältigen muss – insgesamt etwa 6,6 Billionen Pesos.

Der kritische Punkt ist der 26. August, das sogenannte Fixing (die Festlegung des offiziellen Wechselkurses, zu dem die Letra abgerechnet wird). Im Juli, beim Fixing der Lelink D31L6, unterbrach die Zentralbank eine Serie von 135 aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Reservekäufen und das Finanzministerium musste fast 150 Millionen US-Dollar am Markt verkaufen, um den Großhandelsdollar unter 1.500 Pesos zu halten.

Der aktuelle Bestand der D31G6 ist fast doppelt so hoch wie der der D31L6 zum Zeitpunkt ihres Fixings (2.247 Millionen US-Dollar), was das Risiko eines erneuten Währungsschocks erhöht.

Stimmen aus dem Markt

Martín de la Fuente (Analyst bei Bavsa): „Das Ergebnis liegt unter der 50-Prozent-Schwelle, die wir für notwendig hielten, damit das Fixing am 26. August weniger traumatisch wird als im Juli. Das ist bemerkenswert, weil diesmal zwei kurze Lelinks angeboten wurden – eine Strategie, die die Teilnahme hätte erleichtern sollen.“

Federico García Martínez (Ökonom): „Die Akzeptanz war die niedrigste der sechs Marktoperationen im Jahr 2026 – das zeigt, dass das Finanzministerium die Konzentration der Verpflichtungen zum Monatsende nur teilweise entschärfen konnte.“

Juan Manuel Palacios (Finanzexperte): „Ein sehr schwacher Tausch heute. Wir steuern auf ein heikles Monatsende mit der Lelink-Fälligkeit zu.“

Kontext: Steigende Zinsen, stabiler Dollar

Die Operation fand in einem Umfeld reduzierter Liquidität im Peso-Markt statt. Laut PPI lag der Bestand an Tagesgeld-Repos am Freitag bei rund 0,97 Billionen Pesos – praktisch unverändert. Die kurzfristigen Zinsen zogen wieder an: Die Caución (Wertpapierpensionsgeschäfte) erreichte durchschnittlich 24 Prozent TNA (120 Basispunkte mehr als in der Vorwoche) und das Interbanken-Repo lag bei 25 Prozent TNA (+200 Basispunkte pro Tag).

Der Großhandelsdollar bleibt unter 1.500 Pesos, mit einem Wochenminus von 0,7 Prozent. Der Abstand zur Obergrenze der Wechselkursbande beträgt 25 Prozent – der höchste Wert seit Ende Mai. Die Zentralbank kaufte am Dienstag lediglich 10 Millionen US-Dollar – der zweitniedrigste Tageskauf seit Beginn des Akkumulationsprogramms – bei einem Handelsvolumen von 344 Millionen US-Dollar.

Damit beläuft sich der Kaufüberschuss im August auf 339 Millionen US-Dollar; die kumulierten Käufe seit Jahresbeginn erreichen 13.666 Millionen US-Dollar, allerdings mit deutlich abgeschwächtem Monatstempo: Im Schnitt werden täglich 31 Millionen US-Dollar gekauft, gegenüber 103 Millionen US-Dollar im Juli.

Fiskalüberschuss: die gute Nachricht des Tages

Parallel dazu meldete das Wirtschaftsministerium die Fiskalergebnisse für Juli: Primärüberschuss von 2.960.333 Millionen Pesos und Finanzüberschuss von 244.897 Millionen Pesos.

Diese Zahl ist bemerkenswert, da Argentinien in diesem Monat Zahlungen an Anleihegläubiger in Höhe von etwa 4.200 Millionen US-Dollar leistete, die mit 3.200 Millionen US-Dollar an Krediten der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) finanziert wurden. Die Steuereinnahmen stiegen um 35,1 Prozent im Jahresvergleich und übertrafen damit die Jahresinflation von 33,8 Prozent.

In den ersten sieben Monaten des Jahres summiert sich der Primärüberschuss auf etwa 0,9 Prozent des BIP und der Finanzüberschuss auf 0,1 Prozent des BIP. Die mit dem IWF für 2026 vereinbarte Zielmarke liegt bei einem Primärüberschuss von 1,4 Prozent des BIP.

Bei ihrem jüngsten Besuch im Land lobte die IWF-Direktorin Kristalina Georgieva die Haushaltsdisziplin der Regierung Milei und bezeichnete sie als einen der Schlüssel zur Stabilisierung der makroökonomischen Variablen.