Eine Hochzeitsnacht mit Schattenseiten
Es sollte ein unvergesslicher Abend voller Liebe und Emotionen werden – doch für Mariela Prieto endete die große TV-Hochzeit in der Nacht zum Mittwoch, 19. August 2026 mit einer herben Enttäuschung. Im Reality-Format „Gran Hermano: Generación Dorada“ (zu Deutsch etwa: „Der große Bruder: Goldene Generation“), das im argentinischen Free-TV-Sender Telefe läuft, organisierte die Produktion eine Massenhochzeit. Mehrere Paare – sowohl aktuelle Teilnehmer als auch ehemalige Bewohner, die extra zurückgekehrt waren – wollten sich vor laufender Kamera das Ja-Wort geben.
Doch eine Braut wartete vergeblich: Mariela Prieto, die ein Brautkleid des bekannten argentinischen Designers Roberto Piazza trug, hoffte auf ihren Partner Claudio „Turco“ García. Der ehemalige Stürmer von Racing Club, einem der traditionsreichsten Fußballvereine Argentiniens, schien wie vom Erdboden verschluckt. Die Bilder der verlassenen Braut gingen sofort viral.
„Ich bitte um Verzeihung, und sobald sie raus ist, werde ich sie anrufen“, sagte eine sichtlich bewegte Andrea del Boca, die als Zeremonienmeisterin fungierte, im offiziellen Streaming-Format „La Cumbre“. Del Boca ist in Argentinien eine der bekanntesten Schauspielerinnen und Sängerinnen – ihr Auftritt machte die Szene noch symbolträchtiger.
Die Vorgeschichte: García hatte bereits klare Ansagen gemacht
Schon Stunden vor der Zeremonie hatte García keinen Zweifel daran gelassen, dass er nicht erscheinen würde. In einem Telefonat mit den Mitbewohnerinnen Mica Viciconte und Daniela Celis im Telefe-Stream gab der Ex-Fußballer zu, dass er nicht vorhabe, in die Show einzuziehen – und dass seine Beziehung zu Prieto eine tiefe Krise durchlebe. „Wir müssen ein ernstes Gespräch führen. Wir sind distanziert. Es ging uns nicht gut, aber auch nicht schlecht“, erklärte er.
Auf die Frage nach dem Ultimatum seiner Partnerin – entweder heiraten sie in der Show oder die Beziehung sei beendet – antwortete García unmissverständlich: „Das ist ihr Problem.“ Außerdem äußerte er sich irritiert über das Verhalten von Prieto gegenüber einem anderen Teilnehmer im Haus: „Mich hat schockiert, dass sie nicht die Mariela ist, die ich kenne.“ Er fügte hinzu: „Das bringt mich aus dem Konzept und aus dem Gleichgewicht.“ Dazu verriet er: „Ich bin gerade nicht gut drauf. Ich habe mehrere Kilo abgenommen, ich habe nicht gegessen.“
Sozialen Netzwerke explodieren: Wut und Solidarität
Die Aufnahmen von Prieto – mit Schleier und sichtlich gefasstem Gesicht – verbreiteten sich in Minutenschnelle. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) und Instagram wurde der Name der Teilnehmerin zum Trending Topic. In García letztem Instagram-Post überschlugen sich die Kommentare:
- „Du hast Mariela allein gelassen“
- „Komm schon, Cornelio, du stellst deine Frau bloß … Du hältst dich wohl für Brad Pitt“
- „Was für ein Idiot, alle Daumen hoch für Mariela“
- „Du hast sie dein ganzes Leben lang betrogen und jetzt lässt du sie wegen eines kleinen Tanzes auflaufen?“
- „Du hast gesagt, Mariela hat dir tausendmal das Leben gerettet, weil du ein Junkie warst – und jetzt lässt du sie im Brautkleid stehen. Du hast kein Gesicht.“
Doch es gab auch zahlreiche Unterstützungsbekundungen für Prieto: „Das hat mir das Herz gebrochen“, „Es tut so weh“, „Ich will sie in den Arm nehmen“, „Er verdient sie nicht“ – das waren nur einige der unzähligen tröstenden Worte.
Die Zeremonie: Viele Paare gaben sich das Ja-Wort
Trotz des Eklats ließen sich zahlreiche andere Paare die Stimmung nicht verderben. Unter anderem heirateten Lola und Manu, Sol und Cinzia, Zilli und Martín, Brian und Danelik, Nenu und Zunino, Lolo und Nick, Luana und Hanssen, Juanicar und Campanita, Nazareno und Tamara sowie Charlotte und Cola. Auch Andrea del Boca und Yipio gaben sich symbolisch das Versprechen, ihre Freundschaft zu stärken. Der emotionale Höhepunkt kam zum Schluss: Tato Algorta, Sieger der vorherigen Staffel, und Luz Tito, Finalistin von 2025, bestätigten vor laufender Kamera ihre echte Liebe – ein hoffnungsvolles Signal in einem Abend voller Dramatik.
Wie geht es weiter?
Mariela Prieto befindet sich weiterhin im Haus von „Gran Hermano“. Ob sie vor dem Finale, das Gerüchten zufolge am 14. September 2026 stattfinden könnte, noch einmal mit dem Turco sprechen kann, ist ungewiss. García selbst machte klar, dass er das Gespräch nach ihrem Auszug führen möchte: „Ich will, dass sie, wenn sie rauskommt, etwas Eigenes erreichen kann“, sagte er abschließend.
Bis dahin bleibt die Geschichte ein heißes Thema – und ein Beispiel dafür, wie schnell aus einer Fernseh-Hochzeit ein emotionaler Sturm werden kann, der weit über die Grenzen Argentiniens hinaus für Gesprächsstoff sorgt.