Am Sonntag, dem 9. August 2026, hat das nordamerikanische Luftverteidigungskommando NORAD mehrere zivile Flugzeuge abgefangen, die in den gesperrten Luftraum über Bedminster in New Jersey eingedrungen waren. Präsident Donald Trump hielt sich zu diesem Zeitpunkt auf seinem Golfplatz auf, wo das LIV-Golf-Turnier stattfand. Die Jets eskortierten die Maschinen sicher aus der Zone.

Sicherheitsvorfall in Bedminster: Schutz des präsidialen Luftraums

Am 9. August 2026 meldete das North American Aerospace Defense Command (NORAD) eine Luftraumverletzung in der Nähe des Trump National Golf Club Bedminster in New Jersey. Kampfjets vom Typ F-16 wurden eingesetzt, um mindestens zwei zivile Flugzeuge abzufangen, die gegen die vorübergehenden Flugbeschränkungen (Temporary Flight Restrictions, TFR) in der Zone verstießen, in der sich Präsident Donald Trump aufhielt.

Der Luftraum war wegen der Anwesenheit des Präsidenten und des viertägigen Golfturniers LIV Golf New York gesperrt. TFR-Gebiete werden eingerichtet, um die Sicherheit bei Präsidentenreisen oder Großveranstaltungen zu gewährleisten. Piloten müssen vor jedem Flug die aktuellen NOTAMs (Notice to Airmen) überprüfen, um solche Zonen zu kennen.

Der Moment der Abfangung

Offiziellen Angaben zufolge wurden die ersten beiden Flugzeuge von den NORAD-Jets sicher aus dem Sperrgebiet eskortiert. Ein in sozialen Medien verbreitetes Video zeigte den dramatischen Augenblick, als sich ein F-16 einer Cessna-Maschine in der Nähe von Jefferson Township näherte.

Der Vorfall eskalierte kurzzeitig, als eine dritte Maschine einen Alarm auslöste, gerade als Trump das Gelände per Helikopter verlassen wollte. Dies verzögerte seinen Abflug um 13 Minuten. Schließlich stellte der dritte Pilot den Funkkontakt wieder her und befolgte die Anweisungen, bevor ein militärischer Eingriff nötig wurde.

Protokolle und Warnungen an Piloten

Das NORAD, das für die Luftverteidigung der USA und Kanadas zuständig ist, nutzte den Vorfall, um an die Fliegergemeinschaft zu appellieren, vor jedem Flug die aktuellen NOTAMs zu prüfen. Diese enthalten wichtige Informationen über vorübergehende Luftraumänderungen.

Bei einer Abfangung müssen Piloten umgehend die internationalen Notfrequenzen 121,5 oder 243,0 einstellen, um Anweisungen zu erhalten und ihre Route zu ändern.

Hintergrund und Sicherheitsbedenken

Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zur Koordination des Luftverkehrs in präsidialen Zonen auf. Vor etwa viereinhalb Monaten ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall in Mar-a-Lago (Florida), wo F-16-Jets Leuchtkugeln abfeuern mussten, um ein Kleinflugzeug zu warnen, das den Sperrkreis durchbrochen hatte.

Zudem flog der Präsidentenhubschrauber Marine One mit Trump an Bord wenige Tage zuvor in weniger als einer Meile Entfernung an einem Verkehrsflugzeug nahe dem Ronald-Reagan-Flughafen in Washington D.C. vorbei. Die US-Luftfahrtbehörde (FAA) bestätigte eine vorübergehend verringerte Trennung der Maschinen. Diese Vorfälle sind besonders besorgniserregend nach dem Absturz vom 29. Januar 2025, als ein Black-Hawk-Hubschrauber mit einer American-Airlines-Maschine bei Washington kollidierte und 67 Menschen ums Leben kamen.

Quellen: Infobae, La Nación und ANSA Latina.