Schwerer Unfall erschüttert Maipú
Die Nacht des 16. August 2026 wird in der argentinischen Provinz Mendoza als eine der tragischsten des Jahres in Erinnerung bleiben. Gegen 20:40 Uhr kollidierten auf der Ruta Provincial 60, etwa einen Kilometer westlich der Variante de Palmira im Departement Maipú, ein Peugeot 504 und ein Volkswagen CrossFox frontal. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass beide Fahrzeuge völlig zerstört wurden und mehrere Insassen in den Wracks eingeklemmt wurden.
Nach ersten Ermittlungen soll der Peugeot 504 von einem Feldweg auf die Hauptstraße eingebogen sein, als der CrossFox ihn rammte. Die genauen Umstände werden noch untersucht, die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren als fahrlässige Tötung eingestuft.
Todesopfer
Der Fahrer des Peugeot, identifiziert als F.O.A., 48 Jahre alt, wurde noch in kritischem Zustand ins Hospital Central gebracht, erlag jedoch seinen schweren Verletzungen noch auf dem Weg oder kurz nach der Ankunft. Sein Tod wurde kurz nach dem Unglück bestätigt.
Verletzte und Rettungsaktion
Im Volkswagen CrossFox befanden sich fünf Insassen. Der Fahrer, M.O.T., wurde ins Hospital del Carmen eingeliefert, während die vier Mitfahrer mit unterschiedlich schweren Polytraumata in die Krankenhäuser Perrupato und Central gebracht wurden.
Eine 19-jährige Frau erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Aufgrund ihres kritischen Zustands wurde der Rettungshubschrauber Halcón 3 alarmiert, der sie vom Hospital Perrupato direkt ins Hospital Central flog, wo sie intensivmedizinisch behandelt wird. Ein kleines Mädchen wurde ebenfalls in kritischem Zustand ins Hospital Notti gebracht.
Großaufgebot an Rettungskräften
Der Notruf 911 ging umgehend ein, nachdem Anwohner den lauten Knall gehört und mehrere Verletzte auf der Fahrbahn gesehen hatten. Sofort wurden Einsatzkräfte der Policía Vial, der Comisaría 61°, der kommunalen Verkehrspolizei, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Koordinierenden Notdienstes (SEC) zum Unfallort entsandt.
Die Feuerwehr musste zunächst einen auslaufenden Kraftstofftank sichern, während die Polizei die Zufahrtsstraßen zur Ruta 60 und zur Variante de Palmira weiträumig absperrte. Insgesamt waren 6 Rettungswagen im Einsatz, die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Hergang des Unfalls zu rekonstruieren. Das Verfahren wurde als fahrlässige Tötung eingestuft.
Hintergrund: Gefährliche Strecke
Die Ruta Provincial 60 ist eine stark frequentierte Verkehrsader im Großraum Mendoza, die Maipú mit Palmira und weiteren Ortschaften verbindet. Auf dieser Strecke kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, weshalb die Behörden regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen und Alkoholtests durchführen. Dennoch bleibt die Unfallrate hoch – ein Problem, das in ganz Argentinien für Besorgnis sorgt.
Dieser tragische Vorfall reiht sich ein in eine Serie von schweren Verkehrsunfällen am vergangenen Wochenende in der Provinz Mendoza. Die Behörden appellieren erneut an alle Verkehrsteilnehmer, verantwortungsvoll zu fahren und die Verkehrsregeln strikt einzuhalten.