Ein Sonntagabend, der alles veränderte
Es war gegen 20:30 Uhr am Sonntag, dem 16. August 2026, als sich auf der Ruta Provincial 60 in der Nähe des Callejón Piperbo in Fray Luis Beltrán, einem Ortsteil von Maipú in der Provinz Mendoza, eine Tragödie ereignete. Ein Peugeot 504 und ein Volkswagen T-Cross kollidierten frontal mit enormer Wucht. Die Bilanz: drei Tote und fünf Verletzte.
Nach ersten Ermittlungen war der VW T-Cross in Richtung Westen unterwegs, als er während eines Überholmanövers mit dem Peugeot 504 zusammenstieß, der von einem öffentlichen Feldweg auf die Route einbog und nach Osten abbiegen wollte. Die genauen Umstände werden derzeit von Gutachtern rekonstruiert.
Der Schiedsrichter: Oscar Aníbal Fernández Mercau
Am Steuer des Peugeot saß Oscar Aníbal Fernández Mercau, ein 48-jähriger Mann aus Tres Porteñas im Departement San Martín. In der Amateur-Fußballszene von Mendoza war er unter dem Spitznamen „Chacha“ bekannt und hochgeschätzt. Er leitete regelmäßig Spiele in den Ligen der östlichen Zone von Maipú und Umgebung – nur Stunden vor dem Unfall hatte er noch ein Spiel gepfiffen.
Nach dem Aufprall wurde Fernández Mercau mit einem Rettungswagen des Servicio de Emergencias Coordinado (SEC) in das Hospital Central gebracht, erlag jedoch während des Transports seinen schweren Verletzungen. Sein Tod hat in der lokalen Fußballgemeinschaft tiefe Trauer ausgelöst.
Die Schwestern Masó Tillar: Zwei junge Leben ausgelöscht
Die beiden anderen Opfer waren Juana Masó Tillar, 21 Jahre, und ihre Schwester Rosario Masó Tillar, 19 Jahre. Sie saßen im VW T-Cross und wurden nach dem Crash in kritischem Zustand ins Hospital Central von Mendoza gebracht.
Juana studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität von Mendoza, Rosario bereitete sich auf das Medizinstudium vor. Am Montag, dem 17. August, wurde um 17:44 Uhr der Tod von Juana infolge eines Herz-Kreislauf-Stillstands bestätigt. Nur wenige Stunden später, gegen 20:00 Uhr, gaben die Ärzte bekannt, dass bei Rosario der Hirntod eingetreten war. Beide Schwestern hatten sich noch einer Operation unterzogen, überlebten aber nicht.
Die Verletzten und der Waffenfund
Im VW T-Cross befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls fünf Insassen. Drei von ihnen überlebten, sind aber zum Teil schwer verletzt:
- Martín Omar Tillar (52), der Fahrer des Wagens, erlitt multiple Prellungen und Traumata. Er liegt weiterhin in einem kritischen Zustand im Hospital Lagomaggiore.
- Florencia Bettalemmi (42), die Partnerin von Tillar, wurde mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und Bewusstlosigkeit in die Intensivstation des Hospital El Carmen eingeliefert.
- Ariadna Tillar (54), die Schwester von Martín, erlitt einen Bruch von Schien- und Wadenbein sowie einen Unterkieferbruch. Sie wird im Hospital Perrupato behandelt.
Bei der Untersuchung der Fahrzeuge entdeckte die Polizei im Peugeot 504 eine semiautomatische Pistole Bersa Thunder im Kaliber .22. Die Waffe wurde beschlagnahmt und wird nun von der Justiz untersucht, um ihre Herkunft und mögliche Verbindungen zu klären.
Ermittlungen und Hintergründe
Die Staatsanwaltschaft von Maipú hat die Ermittlungen übernommen. Die zuständige Verkehrsstaatsanwältin Mariana Gutiérrez leitet die Untersuchung. Es wird geprüft, ob es sich um fahrlässige Tötung handelt. Die Ergebnisse der technischen Gutachten und weitere Zeugenaussagen werden entscheidend sein, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.
An der Rettungsaktion waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt: Verkehrspolizei, Polizeistation 61, städtische Verkehrsbehörde, Freiwillige Feuerwehr, der SEC sowie die Polizeiwissenschaft. Eine der jungen Frauen wurde mit dem Rettungshubschrauber Halcón 3 in ein Krankenhaus geflogen.
Die Region Mendoza, insbesondere die Gemeinde Maipú und die Amateur-Fußballvereine, trauern um die Opfer dieser schrecklichen Nacht. Die Tragödie wirft auch ein Schlaglicht auf die gefährlichen Straßenverhältnisse in der Gegend, wo Überholmanöver auf zweispurigen Landstraßen immer wieder zu schweren Unfällen führen.