Die Legislatur von Buenos Aires hat eine öffentliche Anhörung abgehalten, um die Ernennung des Ombudsmanns und seiner Stellvertreter voranzutreiben. Die amtierende Ombudsfrau María Rosa Muiños führt die Vereinbarung mit Unterstützung des Peronismus an, bei einem Treffen, das die wichtigsten politischen Persönlichkeiten der Stadt zusammenbrachte.

Eine institutionelle Veranstaltung wird zum politischen Zentrum von Buenos Aires

Am 10. August 2026 führte die Legislatur der Stadt Buenos Aires eine öffentliche Anhörung im Salón San Martín durch, um die Ernennung des nächsten Ombudsmanns (Defensor del Pueblo) und seiner Stellvertreter voranzutreiben, gemäß dem Gesetz Nr. 6 und der Verfassung der Stadt (Akte Nr. 1510-I-2026). Was wie ein Verwaltungsverfahren aussah, wurde zu einem wahren politischen Gipfeltreffen der wichtigsten Kräfte der Stadt.

Die Defensoría del Pueblo (Volksanwaltschaft) ist eine unabhängige Institution, die die Rechte der Bürger gegenüber der öffentlichen Verwaltung schützt. In Argentinien gibt es sie auf nationaler Ebene und auch in der Stadt Buenos Aires. Sie kann Beschwerden von Bürgern entgegennehmen, Untersuchungen durchführen und Empfehlungen an Behörden aussprechen.

Die Hauptrolle für María Rosa Muiños

Die amtierende Ombudsfrau, María Rosa Muiños, steht kurz vor der Verlängerung ihres Mandats dank der Unterstützung der peronistischen Mehrheit, der ersten Minderheit in der Legislatur. In ihrer Rede betonte Muiños die Modernisierung der Behörde und die Bedeutung der Nähe zwischen Beamten und Bürgern, um die institutionelle Legitimität zu stärken. Für ihre Wiederwahl ist eine Zweidrittelmehrheit im Plenum erforderlich.

Der Peronismus hat weitere Kandidaten für die stellvertretenden Ombudsstellen vorgeschlagen, darunter Juan Pablo O'Dezaille, Mara Brawer, Juan Manuel Valdés und María Magdalena Tiesso, die ebenfalls während der Anhörung sprachen.

Die wichtigen Anwesenden

  • Juan Manuel Olmos (Generalauditor der Nation)
  • Daniel Angelici (Unternehmer und radikaler Operateur)
  • Mariano Recalde (Senator und Präsident der PJ Metropolitano)
  • Víctor Santa María (Vorsitzender des SUTERH)
  • Pilar Ramírez (Fraktionschefin von La Libertad Avanza)
  • Matías Lammens (Vorsitzender des Ethikausschusses, Fuerza por Buenos Aires)

Die Verteilung der Stellvertreter und die Verhandlungen zwischen den Blöcken

Während die Kandidatur von Muiños auf gutem Wege zu sein scheint, konzentriert sich die politische Diskussion nun auf die Verteilung der fünf stellvertretenden Ombudsstellen. La Libertad Avanza (LLA) schlägt María Graciela Giorgione und Giselle Furcada vor und fordert, dass das Gewicht ihrer Fraktion berücksichtigt wird. Die PRO hat die Namen Natacha Yael Steinberg (Generaldirektorin für Menschenrechte im Justizministerium von CABA) und Delfina Vila Moret eingebracht, während die UCR Carlos Palmiotti unterstützt, einen Vertrauten von Daniel Angelici. Weitere Bewerber, die an der Anhörung teilnahmen, sind Silke Mayra Arndt, Facundo Maximiliano Saez, Norberto Carlos Darcy, Matías Alejandro Debesa, Facundo Martín DI Filippo, María Patricia Vischi, Paula Andrea Streger und María Florencia Caparros.

Vertrauliche Treffen und das Foto der Macht

Bevor die Anhörung begann, war die politische Intrige bereits in vollem Gange. Daniel Angelici kam früh zum Gebäude in der Perú 160 und leitete ein Treffen im Büro des Verwaltungssekretärs Christian Gribaudo, an dem der Abgeordnete Matías Lammens und die PRO-Abgeordnete Gimena Villafruela teilnahmen. Das auffälligste Bild des Tages war, Olmos und Angelici gemeinsam in der ersten Reihe des zentralen Korridors sitzen zu sehen – eine deutliche Darstellung der Machtverhältnisse in der Politik von Buenos Aires. Nach den Reden trafen sich die wichtigsten politischen Führer erneut im Büro von Gribaudo, diesmal zusammen mit Pilar Ramírez.

Fortschritt im Gesetzgebungsverfahren und nächste Schritte

Nach der Anhörung hielten der Ethik-, Vereinbarungs- und Kontrollausschuss sowie der Ausschuss für Verfassungsangelegenheiten, die von Lammens bzw. Nicolás Pakgojz (LLA) geleitet werden, eine gemeinsame Sitzung ab. Die Abgeordneten betrachteten die Phase der Bürgerbeteiligung als abgeschlossen und gaben eine positive Stellungnahme ab; die Akte wurde von allen anwesenden Abgeordneten unterzeichnet.

Die politische Landschaft bleibt in Bewegung: Am Mittwoch, den 12. August, findet eine weitere öffentliche Anhörung statt, diesmal zur Ernennung des Generalstaatsanwalts von CABA. Der Kandidat der Regierung ist Javier Martín López Zavaleta, der die Nachfolge von Juan Bautista Mahiques antreten soll.