Die argentinische Regierung und die katholische Kirche haben die ersten konkreten Schritte zur Vorbereitung des Besuchs von Papst Leo XIV. eingeleitet, der zwischen dem 8. und 11. November im Land erwartet wird. Bei einem Treffen im Regierungssitz Casa Rosada wurden Sicherheit, Logistik und mögliche Feiertage besprochen – es wäre der erste Papstbesuch seit fast 40 Jahren.

Argentinien bereitet sich auf einen historischen Moment vor: Papst Leo XIV. wird das Land zwischen dem 8. und 11. November 2026 besuchen – die erste Papstreise nach Argentinien seit dem Besuch von Johannes Paul II. im Jahr 1987. Am Dienstag, dem 18. August 2026, fand im Regierungssitz Casa Rosada in Buenos Aires das erste formelle Koordinationstreffen zwischen Regierung, Stadtregierung und Kirche statt.

Wer nahm teil?

Die Generalsekretärin der Präsidentschaft, Karina Milei, leitete das Treffen. Anwesend waren außerdem die Sicherheitsministerin Alejandra Monteoliva, die Ministerin für Humankapital Sandra Pettovello, Außenminister Pablo Quirno und der Kommunikationssekretär Fabián Fernández. Die Stadt Buenos Aires wurde durch ihren Kabinettschef Gabriel Sánchez Zinny vertreten.

Für die Kirche nahmen der Apostolische Nuntius Michael Wallace Banach, der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge García Cuerva, sowie die Priester Matías Taricco und Máximo Jurcinovic teil – letztere gehören der von der Bischofskonferenz (CEA) eingesetzten Kommission zur Vorbereitung des Besuchs an.

Die wichtigsten Themen

Im Mittelpunkt standen Sicherheit, Logistik, Transporte, Organisation und Verbreitung der Visite. Die Sicherheit liegt in den Händen der nationalen Regierung, die mit den Provinzkräften koordinieren wird. Erzbischof García Cuerva betonte: „Der Geist ist, absolut gemeinsam zu arbeiten.“ Priester Jurcinovic ergänzte: „Den Besuch eines Papstes vorzubereiten ist etwas äußerst Wichtiges, das uns alle übersteigt.“

Geplante Veranstaltungen: Monumento a los Españoles, Luján und Córdoba

Die vorläufige Agenda sieht Großveranstaltungen am Monumento a los Españoles in Buenos Aires, in der Basilika von Luján und auf dem Gelände der Flugzeugfabrik FADEA in Córdoba vor. Zudem wird geprüft, ob der Papst das Cotolengo de Claypole besucht, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in der Provinz Buenos Aires.

Erwartet werden jeweils rund eine Million Teilnehmer – ein enormer logistischer Aufwand für das Sicherheitspersonal.

Mögliche arbeitsfreie Tage und Ehrung von Franziskus

Nach Informationen von Infobae prüft die Regierung, während der Besuchstage arbeitsfreie Tage (Asueto) zu deklarieren. Priester Jurcinovic präzisierte jedoch gegenüber TN, dass „über die Möglichkeit eines nationalen Feiertags nicht gesprochen wurde“. Es wird auch erwartet, dass Leo XIV. dem verstorbenen Papst Franziskus huldigt, Details sind aber noch offen.

Zweite Vatikan-Delegation am 30. August

Die Regierung bestätigte, dass am 30. August eine zweite Vatikan-Delegation nach Argentinien kommt, um die Veranstaltungsorte zu besichtigen. Während seines Aufenthalts wird der Papst in der Apostolischen Nuntiatur im Stadtteil Recoleta wohnen, seine Delegation in einem nahegelegenen Hotel.

Ein historischer Besuch

Es ist die erste Papstreise nach Argentinien seit 1987. Leo XIV. kommt aus Uruguay und reist anschließend nach Peru weiter – seine Wahlheimat – im Rahmen seiner ersten apostolischen Reise nach Lateinamerika. Die Kirche betont, dass weitere Treffen mit kleineren Gruppen folgen werden.