Ariadna Tillar (54) erlag am Dienstagabend ihren schweren Verletzungen im Hospital Perrupato in San Martín. Damit steigt die Zahl der Todesopfer des schweren Frontalzusammenstoßes vom Sonntag auf der Ruta Provincial 60 in Maipú auf vier. Die Familie Masó Tillar verlor innerhalb von nur 48 Stunden drei Mitglieder.

Unfallstelle an der Ruta 60 in Mendoza, Argentinien

Die Familie Masó Tillar erlebt die schlimmste Tragödie ihres Lebens: Drei ihrer Mitglieder starben nach dem Verkehrsunfall am Sonntagabend in Maipú, Mendoza. Die Anteilnahme in der gesamten Provinz ist riesig.

Ein Schicksalsschlag, der nicht enden will

Ariadna Tillar, 54 Jahre alt, Grafikerin, lag seit dem Unfall auf der Intensivstation des Hospital Perrupato in San Martín – ihr Zustand war kritisch und verschlechterte sich zunehmend. Am Dienstagabend, dem 18. August, erlag sie schließlich ihren Verletzungen. Sie ist das vierte Todesopfer dieses tragischen Unglücks.

Mit ihrem Tod verliert die Familie gleich drei Angehörige innerhalb von 48 Stunden: Ihre Töchter Juana Masó Tillar (21) und Rosario Masó Tillar (19) waren bereits am Montag im Hospital Central de Mendoza gestorben.

So ereignete sich der Unfall

Der Zusammenstoß geschah gegen 20:30 Uhr am Sonntag, dem 16. August, auf der Ruta Provincial 60, Höhe Callejón Piperbo, in der Ortschaft Fray Luis Beltrán, Maipú. Nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen versuchte der Fahrer eines Volkswagen T-Cross, in dem die Familie unterwegs war, ein Überholmanöver, als er frontal mit einem Peugeot 504 kollidierte.

Die Todesopfer des Unglücks im Überblick:
  • Oscar Aníbal „Chacha“ Fernández Mercau, 48, Fahrer des Peugeot 504, Amateur-Fußballschiedsrichter aus der östlichen Zone von Maipú. Er starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.
  • Juana Masó Tillar, 21, starb am Montag um 17:44 Uhr an einem Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • Rosario Masó Tillar, 19, starb am Montag gegen 20:00 Uhr, nachdem der Hirntod festgestellt worden war.
  • Ariadna Tillar, 54, Mutter der beiden Schwestern, starb am Dienstagabend im Hospital Perrupato.

Wer waren die Masó-Tillar-Schwestern?

Juana studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universidad de Mendoza und hatte 2023 ihren Abschluss am Colegio San Luis Gonzaga gemacht. Rosario studierte Psychologie an der Päpstlichen Katholischen Universität Argentiniens (UCA), Standort Mendoza; sie schloss dieselbe Schule 2025 ab.

Beide lebten in Chacras de Coria, einem Vorort von Luján de Cuyo, und stammten ursprünglich aus Carrodilla.

„Meine zwei Engel“: Die herzzerreißende Botschaft des Vaters

Der Vater der jungen Frauen, Andrés Masó, verabschiedete sich mit einem bewegenden Post in den sozialen Medien. Neben einigen Familienfotos schrieb er: „Meine zwei Engel, Rosario und Juana. Danke für jedes Lächeln, jede Umarmung und jeden wunderbaren Moment, den wir gemeinsam erlebt haben“. Und weiter: „Diese Erinnerungen werden für immer in meinem Herzen bleiben. Ich liebe euch für immer. Papa“.

Auch eine enge Freundin von Juana, Rosario Pérez, widmete ihr einen emotionalen Brief: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich von dir verabschieden müsste. Du warst und wirst immer meine beste Freundin und meine Begleitung sein. Du hast mich gelehrt, wie schön Freundschaft sein kann – du hast mir alles beigebracht, nur nicht, dich gehen zu lassen“.

Die Trauer der Bildungseinrichtungen

Die Fakultät für Ingenieurwesen der Universidad de Mendoza drückte ihre Anteilnahme für Juana aus, während die UCA Sede Mendoza der Familie von Rosario ihr Beileid aussprach: „Wir erheben unsere Gebete angesichts eines so tiefen Schmerzes und bitten um ihre ewige Ruhe“. Auch das Colegio San Luis Gonzaga meldete sich zu Wort: „Mit tiefem Schmerz begleiten wir die Familie und Freunde von Juana und Rosario Masó, ehemalige Schülerinnen unserer Schule“.

Die Verletzten, die weiter im Krankenhaus liegen

PersonAlterZustandKrankenhaus
Martín Omar Tillar (Fahrer des T-Cross)52Schwer, Prognose zurückhaltendLagomaggiore
Florencia Bettalemmi42Positive Entwicklung, außer LebensgefahrEl Carmen

Die Ermittlungen leitet Staatsanwältin Mariana Gutiérrez (Fachbereich Verkehr), die den genauen Unfallhergang und mögliche Verantwortlichkeiten klären will. Es wurden Gutachten vor Ort erstellt und Zeugenaussagen gesammelt, um die Minuten vor dem Aufprall zu rekonstruieren.

Die Gemeinde Maipú und ganz Mendoza trauern um die Opfer dieser Katastrophe, die drei Familien in einem einzigen Ereignis erschüttert hat.

Quellen: TN, Infobae, La Nación, El Sol de Mendoza – Originalartikel: www.imago.com.ar