18/06/2026 15:49 - Actualidad
Un juez con martillo sobre un campo de fútbol, concepto de justicia deportiva
Die Cámara Nacional en lo Civil (Nationales Zivilgericht) hat den Umzug des Sitzes der Asociación del Fútbol Argentino (AFA) nach Pilar bestätigt – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen für die Kontrollstruktur des argentinischen Fußballs. Das Gericht erklärte die Resolution 140/26 vom 18. Februar 2026 für nichtig, durch die die Inspección General de Justicia (IGJ) Rechnungsprüfer in den Verband entsandt hatte.
Damit entzieht sich die AFA der Zuständigkeit der IGJ, einer Behörde, die dem Justizministerium unter Juan Bautista Mahiques untersteht. Stattdessen wird der Verband nun von der Dirección de Personas Jurídicas der Provinz Buenos Aires kontrolliert. Dieser Jurisdiktionswechsel wurde bereits 2024 in einer Mitgliederversammlung beschlossen und nun gerichtlich bestätigt.
Das Gericht stellte fest, dass der IGJ keine revisionistischen Befugnisse gegenüber Entscheidungen einer Provinzbehörde zustehen. Der Verband argumentierte, dass sich sein tatsächlicher und effektiver Sitz auf dem Gelände von Ezeiza in der Provinz Buenos Aires befinde und die Eintragung in der Hauptstadt Buenos Aires ein historisches Relikt sei, das nicht mehr der operativen Realität der Institution entspreche.
Das Urteil stellt eine wichtige Unterstützung für AFA-Präsident Claudio „Chiqui“ Tapia dar, der den Sitzwechsel als Teil einer Strategie vorantrieb, um die Einflussnahme der nationalen Regierung auf die Belange des Fußballs einzuschränken.
Mit dem Wechsel in den Zuständigkeitsbereich der Provinz entzieht sich die AFA der direkten Kontrolle der nationalen Regierung, die über die IGJ Rechnungsprüfer ernennen, in institutionelle Konflikte eingreifen und die Geschäftsführung der Organisation überwachen konnte. Der Umzug nach Pilar bedeutet, dass alle internen Konflikte oder Beschwerden über das AFA-Management vor den Gerichten der Provinz Buenos Aires und nicht vor Bundesgerichten verhandelt werden müssen.
Für die Regierung von Javier Milei, die eine kritische Haltung gegenüber den Fußballfunktionären einnahm und Untersuchungen zur Geschäftsführung der Sportfunktionäre förderte, stellt das Urteil eine deutliche Niederlage dar.
Quellen: El Día, Cámara Nacional en lo Civil, Resolution 140/26 der IGJ.
Alfredo S. Quiroga