19/06/2026 09:19 - Actualidad
Calles de Buenos Aires con autos estacionados y señal de tráfico, ambiente urbano nocturno
Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum mag es ungewöhnlich erscheinen, aber in Buenos Aires ist das Phänomen der 'Trapitos' oder 'Cuidacoches' allgegenwärtig. Dabei handelt es sich um Personen, die sich öffentliche Straßen aneignen, um dort Autos zu 'bewachen', und dafür eine Bezahlung fordern – oft unter Androhung von Schäden am Fahrzeug. Am 18. Juni 2026 verabschiedete die Stadtlegislative die Ley 6961 (Reform des Artikel 91 und 92 des Gesetzes 1472), die diese Praxis nun als Straftat mit Haftstrafen einstuft.
Der Bürgermeister der Stadt, Jorge Macri, betonte, dass frühere Geldstrafen nicht ausreichten, um die kriminelle Struktur hinter dieser Praxis zu stoppen. Das neue Gesetz zielt darauf ab, den öffentlichen Raum zurückzugewinnen.
Der Begriff 'Trapito' (kleiner Lappen) stammt ursprünglich von den Tüchern, die zum Reinigen von Scheiben verwendet wurden. Heute bezeichnet er jedoch eine Form der organisierten Straßenkriminalität.
Eine wichtige Neuerung betrifft die Verantwortung von Dritten. Veranstaltungslokale, Fußballclubs oder Institutionen, die diese illegale Tätigkeit auf ihrem Gelände oder in der Nachbarschaft dulden, stehen nun vor schweren Konsequenzen.
Dies soll verhindern, dass Clubs die 'Trapitos' als inoffizielle Parkservice nutzen und daraus Profit schlagen.
Diese Informationen basieren auf Berichten von Infobae und TN. Das Gesetz wurde mit 36 Stimmen gegen 19 Stimmen verabschiedet. Die gesetzgebende Versammlung der Stadt Buenos Aires (Legislatura porteña) betont, dass die öffentlichen Straßen für alle Bürger sicher und zugänglich sein müssen.
Alfredo S. Quiroga