23/06/2026 03:05 - Internacionales
Am 21. Juni 2026 gingen die Kolumbianer erneut an die Urnen, um ihren nächsten Präsidenten zu wählen. Das Ergebnis war mehr als nur eine Wahlsensation: Es markierte einen entscheidenden Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten. Abelardo de la Espriella, der 47-jährige Anwalt mit dem Spitznamen "El Tigre" (Der Tiger), setzte sich mit 49,66% der Stimmen (12.959.515) gegen Iván Cepeda (48,70%, 12.708.695) durch, wie vorläufige Ergebnisse mit 99,99% ausgezählter Wahllokale zeigen.
Hintergrund: Geboren 1978 in Bogotá, aufgewachsen in Montería (einer Stadt im kolumbianischen Karibikgebiet), präsentiert sich De la Espriella als politischer Außenseiter ohne Erfahrung in öffentlichen Ämtern.
Rechtsanwalt der Universität Sergio Arboleda, Gründer der Kanzlei De la Espriella Lawyers (2002) mit Niederlassungen in Kolumbien und Miami.
Kolumbianisch, US-amerikanisch und italienisch – ein Detail, das seine internationale Ausrichtung unterstreicht.
Der US-Präsident feierte den Sieg auf seiner Plattform Truth Social:
"Glückwunsch an den kolumbianischen Kandidaten 'El Tigre' für seinen überzeugenden Sieg! Abelardo kämpft für sein großartiges Land und liebt es, genau wie ich die Vereinigten Staaten liebe."
Die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar (kubanisch-amerikanische Herkunft) nannte ihn einen "persönlichen Freund" und betonte seine US-Staatsbürgerschaft.
Linkskandidat Iván Cepeda reichte am 11. Juni 2026 Beschwerde beim Internationalen Strafgerichtshof ein:
De la Espriella wies alle Vorwürfe als "Ablenkungsmanöver" zurück.
Kontext für europäische Leser: Diese Sicherheitsallianz, initiiert von Trump, ähnelt einem regionalen Verteidigungspakt. Das erste Treffen fand in Miami statt mit Teilnehmern aus:
Für deutsche Leser: Lateinamerika besteht aus 20 Staaten mit ca. 650 Millionen Einwohnern. Die Region war traditionell zwischen US-Einfluss und linken Bewegungen gespalten.
| Land | Regierungschef | Politische Ausrichtung |
|---|---|---|
| Argentinien | Javier Milei | Libertärer Ökonom, selbsternannter "Fan Nr. 1" von Trump. Gemeinsame Patrouillen im Südatlantik. |
| El Salvador | Nayib Bukele | Erster Staatschef, den Trump im Oval Office empfing. Akzeptiert US-Abgeschobene im CECOT-Gefängnis. |
| Ecuador | Daniel Noboa | Gemeinsame Anti-Drogen-Operationen. Verdopplung der Abschiebungen 2026. |
| Paraguay | Santiago Peña | Abkommen als "sicherer Drittstaat" für Asylbewerber. |
| Chile | José Antonio Kast | Memorandum zur Lithium- und Kupferförderung mit US-Unternehmen. |
| Honduras | Nasry Asfura | Radikale außenpolitische Neuausrichtung. Washington-freundliche Reformen. |
| Kolumbien | Abelardo de la Espriella | Beitritt zum Escudo de las Américas geplant. Bruch mit Venezuela. |
Brasilien (Lula da Silva): Trump verhängte 50% Zölle, um Druck auf den Prozess gegen Bolsonaro auszuüben. Lula erwiderte, er sei "nicht gewählt worden, um Weltkaiser zu sein". Später Annäherung.
Mexiko (Claudia Sheinbaum): Komplexe Verhandlungen wegen der 3.000 km Grenze zu den USA. Historische Auslieferungen von Drogenbossen gegen Aussetzung von Höchstzöllen.
Venezuela (Delcy Rodríguez): Nach Festnahme von Maduro akzeptiert sie Washingtons Bedingungen für teilweise Sanktionsaufhebung. Öl-Lieferungen an Kuba gestoppt.
Nicaragua (Ortega-Murillo): Ständige Sanktionen. Offen anti-amerikanische Rhetorik. Nähe zu Kuba und China.
Kuba (Díaz-Canel): Öl-Blockade 2026. Anklage gegen Raúl Castro. Wieder auf die Liste der terrorismusfördernden Staaten gesetzt.
Brasilien (größtes Land Lateinamerikas mit 215 Mio. Einwohnern) steht vor entscheidenden Wahlen. Luiz Inácio Lula da Silva (Links, seit 2023) kandidiert für Wiederwahl gegen Flavio Bolsonaro (Sohn des Ex-Präsidenten), der explizite Unterstützung aus dem Weißen Haus genießt.
Sollte die Arbeiterpartei (PT) verlieren, stünde Claudia Sheinbaum (Mexiko) praktisch ohne ideologische Verbündete in der Region da.
Die politische Neuordnung Lateinamerikas hat weitreichende Konsequenzen:
Quellen: CNN en Español, La Nación (Argentinien), Registraduría Nacional de Colombia, Truth Social.
Alfredo S. Quiroga