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Venezuela nach verheerenden Erdbeben: Dramatische Rettungen und internationale Hilfe

29/06/2026 10:39 - Internacionales

Ein „Wunder“ inmitten der Tragödie

Mitten in der Katastrophe, die Venezuela nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 vom 24. Juni 2026 erschüttert, gab es am 29. Juni ein Hoffnungszeichen. Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, verkündete eine „Wunder“-Operation: die Rettung von Aaron Levi Cantillo Vargas, einem 21-jährigen, der tagelang unter den Trümmern eines Gebäudes in Caraballeda im Bundesstaat La Guaira eingeschlossen war.

Die Rettung wurde durch die koordinierte Arbeit von Teams aus Venezuela, Mexiko und El Salvador ermöglicht. Aaron erhält nun spezialisierte medizinische Versorgung.

Hinweis: La Guaira ist ein Küstenstaat nördlich von Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, und gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten.

Weitere wundersame Rettungen

Gerettete PersonOrtRettungsteamZeit unter Trümmern
Aaron Levi Cantillo (21 Jahre)Caraballeda, La GuairaVenezuela, Mexiko, El SalvadorMehrere Tage
Vater und SohnCaraballedaFrankreich und USA4 Tage
Mutter und Baby (9 Monate)La GuairaBrigade USA-01-
Säugling (18 Tage) und MutterLa Guaira-32 Stunden
Moisés (11 Jahre)La GuairaKolumbien3 Meter unter Trümmern
Frau (60 Jahre)La Guaira-86 Stunden

Zahlen der Katastrophe

  • 1.450+ Bestätigte Todesopfer
  • 3.150+ Verletzte
  • ~70.000 Vermisste
  • 12.721 Obdachlose
  • 774 Beschädigte Gebäude

Internationale Hilfe

  • 24 Länder haben Hilfe geschickt
  • 2.700+ Internationale Retter
  • 137 Suchhunde
  • 84,4 Tonnen Hilfsgüter
  • 26 Argentinische Helfer

Die Tragödie von Lucas Trejo: Ein argentinischer Fußballer verliert seine Familie

Zwischen den Geschichten des Überlebens taucht auch tiefster Schmerz auf. Lucas Trejo, ein 38-jähriger argentinischer Fußballspieler, der beim Club Sport Maritimo La Guaira in der zweiten venezolanischen Liga spielt, erlitt einen unwiederbringlichen Verlust: Seine Ehefrau Yanina und seine beiden Kinder, Aarón und Ainhoa, kamen bei dem Erdbeben ums Leben.

Trejo befand sich mit seinem Team in Caracas, als das Beben stattfand. Drei Tage lang suchte er unermüdlich nach seiner Familie in den Trümmern seines Hauses in La Guaira, bis Rettungsteams die Leichen fanden.

"Club Sport Maritimo La Guaira bedauert zutiefst den unwiederbringlichen Verlust der Ehefrau und Kinder unseres Spielers"

Nachbeben und aktuelle Lage

Ein Nachbeben der Stärke 4,6 ereignete sich am Montag, den 29. Juni um 13:24 Uhr Ortszeit nördlich von Caracas, laut dem US Geological Survey. Das Beben in 10 Kilometern Tiefe verursachte keine weiteren Schäden, hielt aber die Angst in der Bevölkerung aufrecht.

Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, warnte, dass sich das Land in den „kritischen Stunden“ für die Rettung Überlebender befinde, da die ersten 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe entscheidend sind.

Globale Solidarität und Spenden

Die internationale Gemeinschaft hat massiv reagiert. China kündigte die Entsendung von 100 Millionen Yuan (ca. 14,7 Millionen US-Dollar) an humanitären Hilfsgütern an und wird Satellitenbilder der betroffenen Gebiete zur Verfügung stellen.

Weitere bedeutende Beiträge:

  • Papst Leo XIV: Spende von 100.000 Euro
  • Cáritas Española: 300.000 Euro für Notfallhilfe
  • Argentinien: 26 Militärangehörige, Hundeteams, Ärzte, Wasserreinigungsanlagen, Zelte und Küchensets
  • USA: 5 C-17 Globemaster-Flugzeuge mit Hilfsgütern

Zeugnisse aus dem Katastrophengebiet

Leidy Cáceres, 49 Jahre, Überlebende der Tragödie von Vargas 1999, erlebt nun denselben Schmerz erneut: „Für mich fühlt es sich an, als würde ich dasselbe noch einmal durchleben. Damals haben wir alles verloren.“ Momentan schläft sie in einem Zelt mit ihrer schwangeren Tochter und fünf Enkelkindern im Parque del Este in Caracas.

Die Unzufriedenheit der Bürger wächst angesichts einer langsamen und unzureichenden Reaktion der Regierung. Freiwillige und Nachbarn haben die Initiative ergriffen und verteilen Nahrung, Wasser und Matratzen, während sie auf mehr offizielle Unterstützung warten.

Wichtige Information

Alle Schulen in Venezuela bleiben bis mindestens zum 6. Juli 2026 geschlossen aufgrund der umfangreichen Schäden durch die Erdbeben. Einige Bildungseinrichtungen werden in Hilfszentren und Unterkünfte für betroffene Familien umgewandelt.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga