02/07/2026 03:19 - Actualidad
Die Provinz Mendoza, im westlichen Argentinien am Fuße der Anden gelegen, erlebt eine intensive Kältewelle mit ungewöhnlichen Schneefällen in mehreren Ortschaften. Der nationale Wetterdienst (Servicio Meteorológico Nacional) hat eine orange Warnstufe für Schneefälle mit Akkumulation zwischen 5 und 10 Zentimetern, Windböen bis 100 km/h und Temperaturen bis -5°C in einigen Gebieten herausgegeben.
Mendoza ist eine der wichtigsten Weinregionen Argentiniens und liegt etwa 1.000 Kilometer westlich von Buenos Aires, an der Grenze zu Chile. Die Provinz ist für ihre malerischen Andenlandschaften bekannt, darunter der höchste Berg Amerikas, der Aconcagua (6.962 Meter). Im Winter ist die Region ein beliebtes Ziel für Wintersportler, doch die aktuellen Schneefälle haben auch das Flachland erreicht.
Die Dirección General de Escuelas (DGE) – die staatliche Bildungsbehörde der Provinz – hat die Aussetzung des Präsenzunterrichts für den Vormittag des Donnerstag, 2. Juli, für alle Bildungsstufen und -formen bestätigt, sowohl an staatlichen als auch privaten Schulen. Folgende Gebiete sind betroffen:
Ein Departamento ist in Argentinien eine Verwaltungseinheit ähnlich einem Landkreis.
Die Schneeflocken begannen am Morgen des Mittwoch, 1. Juli, in Ortschaften wie Manzano Histórico, Gualtallary und Tupungato zu fallen. Im Laufe des Tages breitete sich der Schneefall Richtung Süden aus und bedeckte das Zentrum von Malargüe und Gebiete von San Rafael wie El Toledano, nahe dem Flughafen.
Auch im Gran Mendoza wurde Schneefall registriert, allerdings mit geringerer Intensität und ohne Bodenakkumulation. Nutzer von sozialen Netzwerken teilten beeindruckende Bilder und Videos dieses ungewöhnlichen Wetterphänomens.
| Tag | Maximum | Minimum | Bedingungen |
|---|---|---|---|
| Mittwoch 01.07 | 7°C bis 9°C | 1°C | Schneefall nachmittags/nachts |
| Donnerstag 02.07 | 4°C bis 5°C | -5°C (Valle de Uco) | Regen und Schneefall morgens |
| Freitag 03.07 | 7°C | -1°C | Teilweise bewölkt |
Die örtlichen Behörden empfehlen, beim Befahren der Provinzstraßen äußerste Vorsicht walten zu lassen wegen Schneeansammlungen, Eis auf der Fahrbahn und einigen vollständigen Straßensperrungen. Die am stärksten betroffenen Routen sind:
Die orangefarbene Warnstufe weist auf ein erhebliches Risiko hin, verbunden mit Wetterphänomenen, die bei Nichtbeachtung erhebliche Schäden verursachen können. Im Gegensatz zur gelben Warnstufe besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit direkter Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Infrastruktur und den Alltag.
Quellen: El Nueve | Mendoza Post | Prensa Mendoza
Alfredo S. Quiroga