03/07/2026 22:42 - Tecnologia
Cape Canaveral, Florida, USA — Am 2. Juli 2026 musste eine lebenswichtige Rettungsmission der NASA zur Rettung eines Weltraumteleskops aufgrund eines während des Flugs entdeckten technischen Problems verschoben werden.
Die Trägerrakete L-1011 Stargazer von Northrop Grumman startete nach einer Woche wetterbedingter Verzögerungen von den Marshallinseln (einem Atollstaat im Pazifik). Auf dem Weg dorthin bemerkte das Missionsteam jedoch eine Warnung im Datenfluss, die zum Abbruch der Freisetzung der Pegasus XL-Rakete zwang, die die Rettungsladung trug. Bislang wurde die genaue Quelle der Warnung nicht identifiziert, und es ist unklar, ob der Fehler von der Rakete oder dem Trägerflugzeug selbst ausging.
Das Swift-Observatorium (benannt nach dem schnellen Vogel, passend zu seiner schnellen Reaktionszeit) wurde im Jahr 2004 ins All gebracht. Seitdem ist es ein unverzichtbares Werkzeug für die weltweite Astronomie, das Tausende von Gammablitzen (die energiereichsten Explosionen im Universum) und andere stellare Explosionen detektiert. Jedes Mal, wenn Swift eines dieser Phänomene entdeckt, alarmiert es sofort andere erd- und weltraumgestützte Teleskope, um detailliertere Beobachtungen durchzuführen.
Anfang 2026 hatte die NASA die wissenschaftlichen Operationen des Teleskops ausgesetzt, um den Treibstoff und die sichere Verweildauer im Orbit zu maximieren. Wenn es nicht gelingt, den Satelliten zu stabilisieren oder neu auszurichten, besteht die Gefahr, dass er vor Oktober 2026 kollidiert oder auf die Erde stürzt.
Um diese Rettungsoperation durchzuführen, engagierte die NASA im September 2025 das Unternehmen Katalyst Space Technologies. An Bord der Pegasus-Rakete befindet sich ein innovatives robotisches Raumschiff mit drei Armen, das speziell dafür entwickelt wurde, das Swift-Observatorium im Weltraum einzufangen und zu unterstützen, um so seine Lebensdauer und seine Mission zur Erforschung des Kosmos zu verlängern.
Die geschätzten Kosten für diese komplexe Operation belaufen sich auf 30 Millionen Dollar. Nach dem Abbruch des Starts am 2. Juli wurde bisher kein neues Datum für den Rettungsversuch festgelegt. Die wissenschaftliche Gemeinschaft wartet hoffnungsvoll darauf, dass die technischen Probleme gelöst werden, um diesen Veteranen der Universumserkundung zu retten.
Quelle: Cadena 3
Alfredo S. Quiroga