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Erdbeben in Venezuela: 2.595 Tote und Debatte über Rettung

04/07/2026 03:05 - Internacionales

Kontext der Tragödie in Venezuela

Am 24. Juni 2026 wurde Venezuela von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert, die mehrere Regionen, insbesondere den Bundesstaat La Guaira, verwüsteten. Laut offiziellen Angaben der Regierung von Delcy Rodríguez, die bis zum 3. Juli 2026 bestätigt wurden, beläuft sich die Zahl der Toten auf 2.595 und der Verletzten auf 12.400. Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass zwischen 50.000 und 70.000 Menschen vermisst werden könnten.

Zusätzlicher Kontext: La Guaira ist ein Bundesstaat im Norden Venezuelas, der an das Karibische Meer grenzt und für seine wichtigen Häfen und Strände bekannt ist. Er liegt unmittelbar nördlich der Hauptstadt Caracas.

Rettungsmaßnahmen unter Beobachtung

Die venezolanische Regierung hat die Kritik an den Rettungsmaßnahmen zurückgewiesen und den Einsatz von 19.000 Beamten verteidigt. Dennoch verzeichnet die Regierungsarbeit laut Umfragen eine 63%ige Missbilligung durch die Zivilbevölkerung, die die langsame Reaktion der Behörden kritisiert hat.

Richard Casanova vom Colegio de Ingenieros (Ingenieurskammer Venezuelas) klagte über Korruption und schlechte Bauqualität bei der Gran Misión Vivienda Venezuela (Große Wohnungsmission Venezuelas), was die strukturellen Schäden verschlimmert haben dürfte. Daten der NASA zufolge gibt es 16.000 Obdachlose und rund 58.000 beschädigte Gebäude.

Ein Hoffnungsschimmer inmitten der Zerstörung

Trotz der Tragödie haben die Rettungsbemühungen wundersame Ergebnisse gezeitigt. 13 Menschen konnten lebend aus den Trümmern gerettet werden. Der bewegendste Fall ist der von Hernán Gil (43), der nach 114 Stunden unter den Trümmern in Catia La Mar lebendig geborgen wurde. Catia La Mar ist eine Küstenstadt im Bundesstaat La Guaira, in der Nähe des wichtigsten internationalen Flughafens des Landes.

Die internationale Gemeinschaft hat enorme Solidarität gezeigt. 27 Länder haben Hilfe geschickt, was zur Entsendung von 3.300 Rettungskräften in das Katastrophengebiet führte. Darüber hinaus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1,5 Millionen USD bereitgestellt und medizinische Güter gesandt, wobei Feldkrankenhäuser in La Guaira und der Hauptstadt Caracas errichtet wurden.

Quelle: Offizielle Regierungsangaben und Berichte internationaler Organisationen, bereitgestellt durch Imago.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga