12/07/2026 22:32 - Internacionales
Am 24. Juni 2026 wurde der südamerikanische Staat Venezuela von einem Doppelbeben mit den Stärken 7,2 und 7,5 erschüttert. Laut einem aktuellen Bericht vom 12. Juli 2026 wurden 215 weitere Leichen gefunden, was die Zahl der Todesopfer auf 4.333 anhebt.
Der Bundesstaat La Guaira (eine Küstenregion in der Nähe der Hauptstadt Caracas) wurde als Epizentrum der Katastrophe identifiziert. Dort konzentrieren sich die größten strukturellen Schäden und Verluste. Bis heute wurden 190 eingestürzte Gebäude und 856 beschädigte Immobilien verzeichnet, was 17.907 Menschen obdachlos machte. Darüber hinaus gibt es 16.740 Verletzte.
Trotz der harten Realität konnten die Rettungsteams 6.462 Menschen lebend aus den Trümmern befreien. Diese Zahl ist ein Leuchtturm der Hoffnung für die betroffenen Familien und ein Zeugnis der harten Arbeit der Notfallteams, die trotz 1.171 Nachbeben weiter in der Region operieren.
Die Vereinten Nationen (UNO) haben 300 Millionen Dollar an Notfallhilfe angefordert. Länder wie Argentinien haben sich bereits angeschlossen und 16 Tonnen humanitärer Unterstützung geschickt, um den Betroffenen zu helfen.
Um der monumentalen Aufgabe des Wiederaufbaus gerecht zu werden, hat die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, das Vereinigte Königreich um die Freigabe von 1,9 Milliarden Dollar in Gold gebeten, die dem venezolanischen Staat gehören. Ebenso führte sie Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), um auf 5,1 Milliarden Dollar in Sonderziehungsrechten (SZR - eine internationale Währungsreserve des IWF) zuzugreifen.
Das Beben forderte auch das Leben des kleinen argentinischen Jungen Lucas Gámez (9 Jahre), der nach 14 Tagen intensiver Suche tot aufgefunden wurde. Sein Fall rührte beide Nationen und zeigte die menschliche Dimension dieser Naturkatastrophe auf.
Die Richterskala misst die Energie, die bei einem Erdbeben freigesetzt wird. Ein Beben der Stärke 7,0 bis 7,9 wird als sehr stark eingestuft und kann schwere Schäden an schlecht konstruierten Bauwerken verursachen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.
Quellen: Überprüfte Informationen bis zum 12. Juli 2026 gemäß Berichten internationaler Agenturen und Medien.
Alfredo S. Quiroga