14/06/2026 15:30 - Internacionales
Una columna de humo negro se eleva sobre un estacionamiento de vehículos eléctricos en un barrio residencial de Río de Janeiro tras el choque de dos helicópteros. Bomberos trabajan en la zona de emergencia con vehículos destruidos y restos metálicos dispersos.
Eine Kollision in der Luft zwischen zwei Hubschraubern erschütterte den Sonntagmorgen in Rio de Janeiro und forderte sechs Todesopfer. Der Unfall ereignete sich gegen 8:59 Uhr Ortszeit (11:59 Uhr GMT) im Viertel Recreio dos Bandeirantes, gelegen im westlichen Teil der brasilianischen Metropole.
Nach Angaben der Feuerwehr von Rio de Janeiro kollidierten die Luftfahrzeuge während des Fluges über dem Wohngebiet. Nach dem Aufprall stürzte einer der Hubschrauber im Sturzflug auf den Parkplatz eines Elektrofahrzeughändlers der Marke BYD und löste einen Großbrand aus, der etwa 20 Automobile vernichtete.
Modell: Eurocopter Aérospatiale AS 350B2 "Esquilo"
Luftfahrzeugkennzeichen: PR-DJJ
Kapazität: 5 Passagiere + Pilot
Modell: Bell Helicopter 206B
Luftfahrzeugkennzeichen: PP-MAC
Eigentümer: Turfik Comércio de Frutas LTDA (Kifrut)
Rio de Janeiro ist nach São Paulo die zweitgrößte Stadt Brasiliens mit etwa 6,7 Millionen Einwohnern. Die Metropole ist bekannt für ihre geografische Besonderheit: Eine riesige Bucht (Baía de Guanabara) und steile Hügel prägen das Stadtbild. Recreio dos Bandeirantes ist ein gehobenes Wohnviertel im Westen der Stadt, bekannt für seinen langen Strand und die Nähe zur Naturschutzzone Barra da Tijuca.
Der Luftraum über Rio zählt zu den meistfrequentierten Brasiliens. Hubschrauber verkehren ständig über sogenannten Luftkorridoren – besonders über der Guanabara-Bucht. Neben Touristenflügen nutzen auch Geschäftsleute und Regierungsbehörden diese schnelle Transportmöglichkeit, um die berüchtigten Staus der Stadt zu umgehen. Brasilien hat nach den USA die zweitgrößte Hubschrauberflotte der Welt.
Der Sprecher der Feuerwehr, Fabio Contreiras, erklärte, dass die Heftigkeit der Kollision die Strukturen beider Hubschrauber teilweise zerstörte. Infolgedessen regnete Metalltrümmer, Rotorteile und Rumpffragmente auf Straßen und Fassaden nahegelegener Wohn- und Geschäftsgebäude.
Zeugen berichteten von einer lauten Explosion am Himmel, die die Sonntagsruhe unterbrach. Die dichten schwarzen Rauchsäulen waren mehrere Kilometer weit sichtbar.
Der zweite Hubschrauber stürzte etwa 100 Meter vom ersten Aufschlagpunkt entfernt in einem Lagerbereich desselben Geschäftskomplexes ab. Im Gegensatz zum ersten entzündete sich dieses Luftfahrzeug nicht.
Feuerwehrleute im Einsatz
Einsatzfahrzeuge
Zerstörte Fahrzeuge
Die Rettungsmannschaften arbeiteten stundenlang daran, den Brand zu löschen und die Lithium-Batterien der Elektrofahrzeuge zu kühlen. Dieser Vorgang erforderte Sonderprotokolle der Feuerwehr aufgrund der Gefahr von Kettenreaktionen – ein bekanntes Problem bei Elektrofahrzeugbränden, das auch in Deutschland zunehmend relevante Bedeutung erlangt.
Das Zentrum für Untersuchung und Verhütung von Luftfahrtunfällen (CENIPA) der brasilianischen Luftwaffe befindet sich bereits am Unfallort und führt erste technische Untersuchungen durch, um die Ursachen des Absturzes zu ermitteln. In Brasilien ist das CENIPA für alle zivilen Luftfahrtunfälle zuständig – vergleichbar mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU).
Mögliche Faktoren wie Wetterbedingungen, menschliches Versagen, technische Defekte oder Probleme bei der Flugsicherung werden analysiert. Brasilien hat in den letzten Jahren seine Luftsicherheitsvorschriften verschärft, doch Unfälle mit Hubschraubern bleiben aufgrund des dichten Verkehrs über den Großstädten eine Herausforderung.
Alfredo S. Quiroga
Conspiraciones