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CTERA ruft zum Nationalstreik: Lehrer fordern Gehälter von 2,8 Millionen Pesos

17/06/2026 21:18 - Actualidad

Manifestación de docentes en una ciudad argentina con reclamos salariales y en defensa de la educación pública.

Im Rahmen des Nationalen Kampftages hat die Confederación de Trabajadores de la Educación de la República Argentina (CTERA) einen Nationalstreik für Donnerstag angekündigt. Die Gewerkschaft fordert dringende Maßnahmen der nationalen Regierung gegen die Unterfinanzierung des Bildungswesens und die Streichung wichtiger Fonds.

Hintergrund für internationale Leser

Die CTERA ist der größte Dachverband der Lehrergewerkschaften in Argentinien, vergleichbar mit der GEW in Deutschland, jedoch mit einer viel stärkeren politischen Mobilisierungskraft aufgrund der ständigen Wirtschaftskrisen. SUTEBA (Sindicato Unificado de Trabajadores de la Educación de Buenos Aires) vertritt die Lehrer in der Provinz Buenos Aires, der bevölkerungsreichsten Region des Landes. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Provinz Buenos Aires nicht mit der autonomen Stadt Buenos Aires (Hauptstadt) identisch ist; La Plata ist beispielsweise die Hauptstadt der Provinz.

Die zentralen Forderungen der Lehrer

Sonia Alesso, Generalsekretärin der CTERA, führte die Kundgebung vor dem Bildungssekretariat an und prangerte folgende Punkte an:

  • Streichung des FONID: Der Fondo de Incentivo Docente (Lehreranreizfonds) ist ein kritischer Zuschuss zum Grundgehalt. Seine Streichung würde einen Verlust von etwa 300.000 Pesos (ca. 250 Euro zum offiziellen Kurs, aber deutlich mehr im informellen Markt) pro Lehrer bedeuten.
  • Verteidigung der Renten: Es wird vor Reformen gewarnt, die im Auftrag des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Renten von Lehrern und Universitätsdozenten kürzen könnten.
  • Existenzsichernde Gehälter: Die Strömung SUTEBA Multicolor (eine innergewerkschaftliche Oppositionsgruppe) fordert ein Gehalt von 2.800.000 Pesos. Dieser Betrag erscheint Europäern enorm hoch, spiegelt jedoch die galoppierende Inflation in Argentinien wider, die ein Grundgehalt in dieser Höhe notwendig macht, um den sogenannten "Canasta Básica" (Warenkorb für Grundbedarf) zu decken.
Aktionen in La Plata

In der Provinzhauptstadt La Plata kam es zu Protesten mit Straßensperren vor der Gouverneursresidenz. Gefordert werden die Besetzung offener Stellen und Verbesserungen in der Schulinfrastruktur.

Auswirkungen in Mar del Plata

In der wichtigen Touristenstadt Mar del Plata ist unklar, ob der Unterricht stattfindet. Eltern werden gebeten, auf offizielle Mitteilungen der Schulen zu achten.

Gedenken an eine Ikone der Menschenrechte

Die Veranstaltung schloss mit einer emotionalen Hommage an Taty Almeida. Sie war eine führende Figur der Madres de Plaza de Mayo, einer Menschenrechtsorganisation, die sich seit der Diktatur (1976-1983) für das Verschwindenlassen von Personen einsetzt. Almeida verstarb am 14. Juni 2026, ihr Vermächtnis im Kampf für Bildung und Gerechtigkeit bleibt lebendig.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga