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Argentiniens Oberster Gerichtshof erzwingt bessere Gehälter und Stipendien für Universitäten

26/06/2026 12:23 - Actualidad

Ein historischer Sieg für die öffentliche Bildung

Der Oberste Gerichtshof von Argentinien (Corte Suprema de Justicia de la Nación) hat mit einem einstimmigen Beschluss vom 25. Juni 2026 eine einstweilige Maßnahme bestätigt, die den Staat zur Einhaltung zweier zentraler Artikel des Gesetzes zur Universitätsfinanzierung verpflichtet. Diese Entscheidung wies die Rechtsmittel der nationalen Regierung zurück und garantiert die Gehaltsanpassung für Universitätsmitarbeiter sowie die Erhöhung der Studentenstipendien entsprechend der realen Inflation.

Artikel 5: Würdevolle Gehälter

Dieser Artikel bildet das Herzstück des Gehaltsstreits. Er legt fest, dass die Gehälter von Lehrpersonal und Verwaltungspersonal an öffentlichen Universitäten seit dem 1. Dezember 2023 um mindestens den vom INDEC gemeldeten Inflationssatz erhöht werden müssen.

Zusätzlich verpflichtet er die Exekutive, alle 3 Monate Tarifverhandlungen einzuberufen, um Gehaltserhöhungen anzubieten, die mindestens dem Verbraucherpreisindex (IPC) entsprechen.

Artikel 6: Aktualisierte Stipendien

Dieser Punkt betont den Zugang zur Bildung. Er bestimmt die automatische Anpassung aller Studentenstipendien an die Inflation, einschließlich:

  • Progresar - Stipendium für junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen
  • Manuel Belgrano - Stipendium für Studenten aus vulnerablen Sektoren
  • Pflegestipendien und weitere Bildungsbeihilfen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen in Zahlen

Der Unterschied zwischen der Vereinbarung der Regierung und dem, was das Gesetz vorschreibt, ist erheblich und bedeutend für die Taschen der Arbeitnehmer und Studenten:

Kategorie Angebot der Regierung Gesetzlich gefordert
Gehälter 24,3 % (21,3 % im Juni + 3 % im Oktober) 56 % (Anpassung an akkumulierte Inflation)
Stipendien Progresar $35.000 ARS (aktueller Wert) $68.200 ARS (95 % Erhöhung)

Rechtlicher und politischer Kontext

Die einstweilige Maßnahme wurde ursprünglich vom Bundesrichter Martín Cormick erlassen und anschließend von der Kammer bestätigt. Die Regierung von Javier Milei hatte darauf bestanden, sie nicht anzuwenden, indem sie das Gesetz im September 2025 teilweise vetoerte und die Tarifverhandlungen unter Inflationsparametern ablehnte.

Der Oberste Gerichtshof hat mit diesem Urteil vom 25. Juni 2026 dieser Strategie ein gerichtliches Ende gesetzt und den Vollzug der vom Kongress verabschiedeten Gesetzgebung priorisiert.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

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