13/07/2026 09:04 - Judiciales
San Francisco, Córdoba - Sonntag, 12. Juli 2026
Die Euphorie über den historischen Einzug der argentinischen Nationalmannschaft ins Halbfinale der WM 2026 nach einem 3:1-Sieg gegen die Schweiz, wurde in den frühen Morgenstunden des 12. Juli durch ein Blutbad in der Stadt San Francisco in der Provinz Córdoba überschattet.
Mitten in der Menschenmenge, die das Stadtzentrum bevölkerte, wurde Matías Gerardo Ochonga, ein junger Mann von 20 Jahren, angegriffen und erlitt drei Schüsse in den Rücken aus nächster Nähe. Der genaue Ort des Angriffs war die Kreuzung von Avenida Libertador Norte und Bulevar 25 de Mayo, wie Justizquellen enthüllten.
Lokalen Medien wie El Litoral und TN zufolge stammte Ochonga ursprünglich aus Frontera in der Provinz Santa Fe, lebte aber im Viertel San Cayetano in San Francisco.
Die Ermittler stellten fest, dass der junge Mann am 3. Juli 2026 aus der Haft entlassen worden war, wo er wegen Diebstahls gesessen hatte, und sich auf Bewährung befand. Zum Zeitpunkt des Verbrechens waren zudem zwei offene Haftbefehle gegen ihn erlassen worden.
Das Verbrechen geschah gegen 02:12 Uhr. Der Angreifer nutzte das Chaos und die Menschenmassen, die den Sieg feierten, um sich dem Opfer zu nähern, auf ihn zu schießen und in der Menge zu flüchten. Glücklicherweise wurden trotz der großen Anzahl von Menschen am Ort keine weiteren Verletzten gemeldet.
Aufgrund der enormen Menschenmenge konnte kein Krankenwagen zum Tatort gelangen. Polizeibeamte mussten Ochonga in einem Streifenwagen zum Krankenhaus J. B. Iturraspe bringen, wo die Ärzte seinen Tod feststellten.
Die Haupthypothese der Staatsanwaltschaft von San Francisco deutet auf eine mutmaßliche Abrechnung hin. Eine mit dem Fall vertraute Quelle versicherte, dass man darauf gewartet hatte, dass er aus dem Gefängnis kommt, was darauf hindeutet, dass der Angriff geplant war und das Motiv nicht mit den Fußballfeiern zusammenhing.
Die Justiz identifizierte den mutmaßlichen Täter als A.A.G., 25 Jahre alt, bekannt unter dem Spitznamen Manay. Der junge Mann wurde wegen verschärften Totschlags mit Schusswaffe angeklagt und ist flüchtig.
Die Polizei führte Razzien in den Vierteln Parque und La Florida in San Francisco sowie in verschiedenen Wohnungen in der Stadt Frontera in Santa Fe durch. Obwohl Beweismaterial sichergestellt wurde, konnte der Verdächtige nicht gefunden werden.
Familie und Freunde verabschiedeten sich auf sozialen Netzwerken von Ochonga und forderten, dass die Tat nicht ungestraft bleibt. Der Fall bleibt unter Verschluss, während Sicherheitskameras und Zeugenaussagen ausgewertet werden.
Quellen: El Día, El Litoral, TN.
Alfredo S. Quiroga