21/07/2026 21:17 - Economia
Am 21. Juli 2026 gab die internationale Ratingagentur Moody's die Heraufstufung der Bonitätsnote für Argentiniens Staatsanleihen bekannt. Die Note verbesserte sich von Caa1 auf B3 für Verbindlichkeiten in in- und ausländischer Währung, während der Ausblick von stabil auf positiv geändert wurde.
Wie Infobae berichtet, spiegelt diese Entscheidung eine signifikante Verringerung des Ausfallrisikos wider. Dies ist das Ergebnis der makroökonomischen Stabilisierung, anhaltender Haushaltsüberschüsse und eines Rückgangs der Inflation.
Durch diese Aufwertung sind die drei großen Agenturen (Moody's, S&P und Fitch) erstmals seit über einem Jahrzehnt auf dem Niveau von B- ausgerichtet. Der Wirtschaftsminister Luis Caputo und der Vizeminister José Luis Daza begrüßten diesen Schritt und betonten, dass nun Tausende institutionelle Mandate grünes Licht für Investitionen in Argentinien hätten.
Angetrieben durch Investitionen in Kohlenwasserstoffe, Bergbau und Infrastruktur.
Moody's hob hervor, dass die makroökonomische Anpassung auf einer nachhaltigen Korrektur der Haushaltsungleichgewichte und dem Wegfall der monetären Finanzierung des Staates beruht. Besonders hervorgehoben wurde das Régimen de Incentivo para Grandes Inversiones (RIGI), ein spezielles Investitionsförderprogramm, das ein Projektportfolio von 141,7 Milliarden USD umfasst, von denen bereits 45 Milliarden USD in der Umsetzung sind.
Ein weiterer entscheidender Faktor war der Aufbau von Währungsreserven. Die argentinische Zentralbank (Banco Central) kaufte im Laufe des Jahres 2026 mehr als 11 Milliarden USD auf, was die Zahlungsbilanz deutlich stärkte.
Aktuell liegt der Spread für das Länderrisiko bei etwa 421 Basispunkten. Von Infobae befragte Analysten sind sich einig, dass die bessere Note ein wichtiger Schritt ist, damit Argentinien langfristig an die internationalen Märkte zurückkehren kann. Dies könnte konkret werden, wenn der Indikator die Marke von 400 Punkten unterschreitet.
Moody's wies jedoch darauf hin, dass im Hinblick auf die Wahlen im Jahr 2027 politische Risiken bestehen. Eine mögliche interventionistischere Regierung könnte Verzerrungen wieder einführen. Dennoch schätzt die Agentur, dass der Spielraum für politische Maßnahmen geschrumpft ist, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die aktuellen Richtlinien fortgesetzt werden.
Alfredo S. Quiroga