23/07/2026 03:21 - Actualidad
Veröffentlicht am 23. Juli 2026
Die Regierung der argentinischen Provinz Santa Fe hat am Mittwoch, den 22. Juli 2026, eine neue Gehaltsofferte für das Gesundheitspersonal vorgestellt. Die Verhandlungen, bekannt als 'Paritarias' (Tarifverhandlungen), wurden von den Ministern für Arbeit, Roald Báscolo, und für Gesundheit, Silvia Ciancio, geleitet. Beteiligt waren die Gewerkschaften AMRA und Siprus.
Diese Initiative zielt darauf ab, nicht nur die hohe Inflation in Argentinien auszugleichen, sondern auch die Kaufkraft der Arbeitnehmer wiederherzustellen. Die Provinz Santa Fe positioniert sich damit als Vorreiter bei überdurchschnittlichen Tarifabschlüssen im Land.
Das Gehaltsschema sieht monatliche Erhöhungen zwischen Juli und Dezember 2026 vor. Dabei werden garantierte Mindestsummen gewährt, die im Dezember bis zu 180.000 ARS (Argentinische Pesos) erreichen. Insgesamt würde dies eine jährliche Gehaltssteigerung von 41% bis 45% für die Beschäftigten im Gesundheitswesen bedeuten.
| Monat | Erhöhung % | Garantiertes Minimum (ARS) |
|---|---|---|
| Juli | 2% | 80.000 |
| August | 1,8% | 100.000 |
| September | 1,7% | - |
| Oktober | 1,6% | 130.000 |
| November | 1,5% | 130.000 |
| Dezember | 1,5% | 180.000 |
Darüber hinaus wurde die Vergütung für den 'Grado Profesional' (Berufsgrad), eine historische Forderung des Sektors, ab dem 1. Juli auf 10% angehoben. Die Zulage für Berufsbekleidung und Aktualisierungsmaterial wurde für die Arbeitnehmer nach Gesetz Nr. 9.282 auf 62.117 ARS festgesetzt.
Die Gesundheitsministerin Silvia Ciancio feierte den Konsens und versicherte, dass Santa Fe 'einen absolut überdurchschnittlichen Tarifabschluss im Gesundheitswesen markiert'. Der Sekretär für Gesundheitsverwaltung, Guillermo Álvarez, erklärte, dies sei 'das beste mögliche Angebot' und schätzte, dass ein Neueinsteiger mit einer 24-Stunden-Stelle 2026 eine Verbesserung von rund 45% erhalten wird.
Die Vertreterin der Gewerkschaft AMRA, Sandra Barbieri, bewertete das Angebot positiv: 'Sie haben sich angestrengt, den Inflationsprozess auszugleichen. Die erreichte Differenzial für das Gesundheitspersonal war zufriedenstellend.'
In einem breiteren tariflichen Rahmen ist die Situation im Bildungssektor angespannter. Wie Uno Santa Fe berichtete, lehnten die vier Fraktionen der Lehrergewerkschaft Amsafé La Capital das Gehaltsangebot der Regierung für das zweite Halbjahr ab.
Die Alternativen, die von den Mitgliedern abgestimmt werden, reichen von wöchentlichen Protesttagen bis hin zu einem 48-stündigen Streik am 28. und 29. Juli. Die endgültige Entscheidung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen wird am Freitag in einer Provinzversammlung getroffen.
Quellen: Rosario3, Cadena 3 und Uno Santa Fe.
Alfredo S. Quiroga