Am Tag der Industrie kündigte Gouverneur Martín Llaryora ein ehrgeiziges Gesetzesprojekt an, das die Steuerlast für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) drastisch senken soll. Mit der Ausweitung der „Null-Einnahmen-Steuer“ auf einen Umsatz von bis zu 4.500 Millionen Pesos will die Provinz Investitionen ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und die Modernisierung des Industriesektors vorantreiben.

Am 2. September 2026 präsentierte der Gouverneur von Córdoba, Martín Llaryora, im Rahmen des Tags der Industrie ein wegweisendes Projekt: das Gesetz zur einheitlichen Industriepromotion. Die Veranstaltung fand in der Zentrale der Industrieunion von Córdoba (UIC) statt, begleitet von Produktionsminister Fernando Sibilla und Vertretern des Industriesektors.

Die zentrale Maßnahme ist die Ausweitung der Null-Einnahmen-Steuer (Ingresos Brutos Cero) für industrielle KMU. Die Umsatzgrenze wird von 3.200 Millionen auf 4.500 Millionen argentinische Pesos angehoben. Das bedeutet, dass mehr Unternehmen von der vollständigen Befreiung dieser Steuer profitieren können, die zu den belastendsten Abgaben für den Sektor zählt.

Voraussetzungen und Umfang des Vorteils

Um Zugang zu diesem Regime zu erhalten, müssen KMU eine Investition in Anlagevermögen in Höhe von 1,2 % der Bemessungsgrundlage der Einnahmensteuer des Vorjahres tätigen. Das Verfahren wird automatisch und vereinfacht, wodurch bürokratische Hürden beseitigt werden, die bisher den Zugang zu Vergünstigungen erschwerten.

Minister Sibilla erklärte, dass Industrien, die sich den Regimen anschließen, in der Provinz „null Einnahmensteuer“ zahlen und auch von der Stempelsteuer und der Grundsteuer befreit sind.

Allgemeines Regime für Unternehmen über der Grenze

Unternehmen, die die Umsatzgrenze von 4.500 Millionen Pesos überschreiten, können sich dem Allgemeinen Regime anschließen, das Folgendes bietet:

  • 100%ige Befreiung von Einnahmensteuer, Stempelsteuer und Grundsteuer für 10 Jahre.
  • Subvention in Höhe eines Mindestlohns für jeden neuen Mitarbeiter für ein Jahr.

Strategische Projekte: Zusätzliche Vorteile

Für strategische Projekte, die sich in Industrieparks oder in den nordwestlichen und südlichen Zonen der Provinz ansiedeln, werden die Vorteile erweitert:

  • Steuerbefreiung für 15 Jahre.
  • Bis zu zwei Jahre Lohnsubventionen.

Diese Gebiete waren historisch benachteiligt in Bezug auf industrielle Entwicklung, daher zielt das Gesetz darauf ab, die Chancen im gesamten Gebiet von Córdoba auszugleichen.

Ziele des Gesetzes

Die Initiative verfolgt folgende Hauptziele:

  • Investitionen im Industriesektor fördern.
  • Die technologische Modernisierung (Industrie 4.0) vorantreiben.
  • Formale private Arbeitsplätze schaffen.
  • Bürokratie abbauen und Verfahren vereinfachen.

In einem komplexen nationalen Wirtschaftskontext versucht die Provinz, Schwierigkeiten mit eigenen produktiven Entwicklungspolitiken auszugleichen. „Córdoba wird mit der Industrie wachsen, niemals ohne sie, und schon gar nicht gegen sie“, betonte Llaryora in seiner Rede.

Nächste Schritte

Das Projekt wird an die Legislative von Córdoba zur Behandlung und Verabschiedung übermittelt. Es wird erwartet, dass das Gesetz breite legislative Unterstützung erhält, angesichts des Konsenses, den die Industriepromotion in der Provinz genießt.

Mit dieser Maßnahme positioniert sich Córdoba als eine der aggressivsten Provinzen in Bezug auf steuerliche Anreize für den Produktionssektor, um Investitionen anzuziehen und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.