Die Musikwelt steht still: Lucas Sugo, einer der populärsten Sänger Uruguays, trauert um seine älteste Tochter Florencia Victoria Sugo Da Rosa. Sie ist am 19. August 2026 im Alter von 23 Jahren verstorben. Die offizielle Bestätigung stammt von der Produktionsfirma Sentimientos Producciones – die Geschäftsführung Diego Sorondo und Elías Alonso zeichnete verantwortlich für die Mitteilung.
Ein Kampf, der nie aufgab
Im Jahr 2025 war bei Florencia ein Karzinom mit unbekanntem Primärtumor diagnostiziert worden. Das bedeutet, die Ärzte konnten den Ursprung des Tumors nicht eindeutig bestimmen – eine besonders schwierige medizinische Situation. Die junge Frau unterzog sich mehreren Therapien und reiste im Jahr 2026 mit ihrem Vater in die USA, um in Boston an einer klinischen Studie teilzunehmen. Lucas Sugo sprach öffentlich über den Kampf: „Der Gegner ist aggressiv, er ist gewachsen“, erklärte er, „aber meine Tochter ist eine Idol – die unglaubliche Stärke.“
Florencias letzte Worte
Im März 2026 – genau ein Jahr nach der Diagnose – schrieb Florencia selbst: „Ein Jahr, seit mein Leben von einem Tag auf den anderen verändert wurde. Tage, die sich endlos ziehen, Fragen ohne Antwort, Ängste, aber auch die Glaube, der in meinem Herzen gewachsen ist. Diese kostbaren Minuten der Leben und Umarmungen sind nie selbstverständlich.“
Der Brief des Bruders
Ihr Bruder Lucas Agustín verabstete sich in Instagram Stories in einer herzergreifenden Botschaft: „Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken kann. Liebt einfach eure Familie, lebt das Leben – es ist nur einmal und eine unglaubliche Unterstützung für die Eltern ist.“ Er sagte weiter: „Du bist an einem besseren Ort, dein Schmerz ist vorüber. Ich habe Ruhe gefunden, weil du ohne Qualen gegangen bist, mit den dir liebsten Menschen.“ Und er bat: „Brauchen keine tiefe Trauer, sondern nur Kraft, Umarmungen und schöne Gedanken.“
Das Lück, das der Vater nicht mehr singen kann
Lucas Sugo widmete seine Tochter 2018 das Lied „La flor de mi vida“, erschien auf dem Album „Canciones que amo“ – mit Zeilen wie: „Meine Tochter, ich sehe dich wachsen, so schön von innen wie von außen.“ In einem Interview mit der Zeitung El País gab er zu, dass das Singen für ihn unvorstellbar geworden ist: „Ich habe über eine Neuaufnahme nachgedacht, aber es gelingt mir nicht, auch nur eine Zeile zu singen.“ Diese Lieder, so erklärt, sind ihm auch heute noch unmöglich.
Shows abgesagt
Durch den tragischen Verlust wurden die geplanten Konzerte im Norden Argentinien verschoben: Der Auftritt am 22. August in Las Breñas und Charata (Chaco) sowie das Event am 23. August in Las Toscas (Santa Fe), das anlässlich des 146. Stadtgeburtstags geplant war, sind ausgesetzt. Der Singer hat die Termine in letzter Minute abgesagt. Bei seinem letzten Konzert in Junín – am Samstag vor ihrem Tod – bat er das Publikum um ein Gebet und verließ die Bühne ohne Zugabe oder Fotos.
Ein Abschied in Rivera
Die Begründung von Florencia fand in Rivera, Uruguay, statt – im engen Kreis der Familie und der Verwandten. Die Agentur für Sentimientos Producciones zeigte: „Danke für alle Resonanz und die Unterstützung, die wir in dieser ruhigen Stunde gespürt haben.“
Quellen: Infobae · Clarín · Reconquista Hoy · El Doce