Die Hitzewellen in Großbritannien im Jahr 2026 haben wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe und Tausende Todesfälle verursacht. Andy Burnham, ehemaliger Bürgermeister von Manchester und künftiger Premierminister, bereitet sich darauf vor, entscheidende Maßnahmen zum Klimawandel und zur Reindustrialisierung zu ergreifen.

Der wirtschaftliche Einfluss der Hitzewellen

Laut einer Analyse der Denkfabrik Verdant werden die Hitzewellen, die Großbritannien im Mai, Juni und Juli 2026 heimgesucht haben, der Wirtschaft bis Ende Juli über 4,4 Milliarden Pfund an Produktionsverlusten kosten. James Meadway, Direktor von Verdant, warnte, dass die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels bereits da sind und sich verschlechtern werden.

Der Bericht aktualisiert eine frühere Schätzung, die die Kosten der Junihitzewelle auf 2,36 Milliarden Pfund bezifferte. Wenn sich die Temperaturen im Tempo des letzten Jahrzehnts weiter intensivieren, könnten die jährlichen Kosten bis 2030 25 Milliarden Pfund übersteigen. Diese Berechnungen schließen indirekte Verluste wie die Brandbekämpfung oder den zusätzlichen Stromverbrauch aus.

Wichtige Information: Laut Schätzungen der Versicherung Allianz sinkt die stündliche Produktion der Arbeitnehmer um 3% für jedes Grad, das die Temperatur über 30°C steigt.

Gesundheit und Produktivität in Gefahr

Die Hitzewellen hatten verheerende Folgen und forderten das Leben von rund 2.700 Menschen in England und Wales. Das Grantham Institute der London School of Economics (LSE) wies darauf hin, dass allein im Juni über 1 Milliarde Pfund an Produktion verloren ging. Eine Umfrage ergab, dass 3,6% der Befragten in der Woche des 22. Juni wegen der hohen Temperaturen nicht arbeiteten, und 87% berichteten über mindestens eine Auswirkung auf ihre Gesundheit, wie Schlafstörungen oder Schwindel.

Verdant fordert die Regierung auf, eine maximale Arbeitstemperatur festzulegen und Arbeitnehmer zu entschädigen, die ihre Arbeitszeiten aufgrund extremer Hitze reduzieren müssen. Es wird auch in Investitionen im Stadtumbau gefordert, um mehr Grünflächen zu schaffen, die die Städte kühlen. Der Gewerkschaftsdachverband TUC schlägt vor, bei über 24°C Maßnahmen zu ergreifen und die Arbeit bei 30°C oder 27°C für anstrengende Aufgaben einzustellen.

Andy Burnham und die klimatische Zukunft Großbritanniens

Mit Waldbränden, die das Großraum Manchester in Rauch hüllen, steht Andy Burnham vor der Tür zur Downing Street Nr. 10 (dem Amtssitz des britischen Premierministers). Seine Amtszeit als Bürgermeister von Manchester deutet auf ein Verständnis für die Herausforderung hin: Er setzte ein Ziel für Netto-Null-Emissionen bis 2038, elektrifizierte Busse und förderte die Dämmung von Wohnhäusern. Dennoch sorgt sein aktuelles Schweigen zur Klimakrise für Unsicherheit.

Eine der wichtigsten Entscheidungen wird die Zukunft der Öl- und Gasfelder in der Nordsee sein, wie Jackdaw und Rosebank. Ökonomen der Internationalen Energieagentur (IEA) betonen, dass neue Felder weder die Preise senken noch das Wachstum anregen werden. Zudem warnt die Confederation of British Industry (CBI), dass die emissionsarme Wirtschaft 100 Milliarden Pfund pro Jahr wert ist und über 1 Million Arbeitsplätze sichert.

Burnham muss auch über die Rolle von Ed Miliband, einem Verfechter des Klimaschutzes, entscheiden, den er für das Finanzministerium in Betracht zieht. Dies würde das kohlenstoffarme Wirtschaftswachstum vorantreiben. Unterdessen erklärte der Bürgermeister von London, Sadiq Khan: Der Klimanotstand ist hier, und niemand kann sagen, er habe ihn nicht kommen sehen.

Quelle: The Guardian - Analyse über Andy Burnham
Quelle: The Guardian - Wirtschaftliche Kosten der Hitzewellen

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