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Rettung von fast 400 Katzen in Vietnam vor illegalem Fleischhandel

18/06/2026 12:39 - Internacionales

Gatos rescatados en jaulas mirando con esperanza, ambiente de refugio animal con luz cálida que simboliza un nuevo comienzo

Eine Rettungsaktion rettete Hunderte Leben

Die vietnamesischen Behörden erzielten einen wichtigen Schlag gegen den Tierhandel in Ho-Chi-Minh-Stadt, wo fast 400 lebende Katzen aus einem kriminellen Netzwerk befreit wurden, das sie für den menschlichen Verzehr vermarktete. Die Polizeiaktion, die am vergangenen Donnerstag stattfand, ermöglichte die Zerschlagung einer Organisation, die seit mindestens drei Jahren operierte.

Der Fund war erschütternd: Auf einem Parkplatz der Stadt fanden die Beamten 45 Käfige mit lebenden Katzen und weitere vier Kisten mit 80 toten und auf Eis konservierten Tieren. Viele der geretteten Tiere zeigten Anzeichen von Unterernährung und Schwäche.

Zahlen der Rettungsaktion

  • 400 lebende Katzen gerettet
  • 80 tote Tiere gefunden
  • 9 Personen festgenommen
  • 3 Jahre Betriebszeit der Bande
  • 2,80 USD/kg Verkaufspreis

Aktueller Stand

  • 40 Katzen bereits an Besitzer zurückgegeben
  • 260 in polizeilichem Gewahrsam
  • Mehrere nach der Rettung geboren
  • Trächtige Weibchen identifiziert
  • Einige verstarben in den Folgetagen

So funktionierte das kriminelle Netzwerk

Laut dem Bericht der Polizei von Ho-Chi-Minh gestanden die neun Festgenommenen, in den letzten drei Jahren Katzen mit Fallen gefangen zu haben. Die Bande verkaufte Tierlose mindestens zweimal pro Woche zu einem Preis von etwa 2,80 Dollar pro Kilogramm. Anschließend wurden die Tiere an verschiedene Punkte des Landes transportiert und dort vermarktet.

Der Saigon-Zoo hat den Schutz vieler der geretteten Tiere übernommen und veröffentlicht täglich Fotos auf Facebook, damit die Besitzer ihre Haustiere identifizieren und zurückholen können. Es wird geschätzt, dass ein erheblicher Teil der Katzen ihren Besitzern gestohlen wurde.

Hintergrund: Katzenfleischkonsum in Asien

Kulturhistorischer Kontext: Der Verzehr von Katzenfleisch ist in Vietnam und anderen südostasiatischen Ländern eine kontroverse Tradition. In Vietnam wird Katzenfleisch (lokal „Thịt mèo" oder „little tiger" genannt) von manchen Menschen als Delikatesse oder angebliches Stärkungsmittel angesehen. Diese Praxis ist jedoch stark umstritten und viele Vietnamesen lehnen sie ab. Es gibt keine spezifischen Gesetze, die den Konsum von Katzenfleisch verbieten, obwohl Tierschutzgesetze existieren.

Phuong Pham, nationaler Direktor der Organisation Humane World for Animals, beschrieb die erschreckende Realität: "Jeden Monat werden Tausende von Katzen gestohlen, gehandelt und für ihr Fleisch im ganzen Land getötet, und das Schicksal der meisten ist es, in einem Schlachthaus oder einem Restaurant zu enden."

Internationale Dimension des Problems

Laut der NGO bleibt der Verzehr von Katzenfleisch auch in anderen asiatischen Ländern bestehen. In China werden jährlich etwa vier Millionen Katzen für diesen Zweck getötet. Die Organisation arbeitet weiterhin daran, diese Praktiken abzuschaffen und den Tierschutz in der Region zu fördern.

Geografische Einordnung: Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon) ist die größte Stadt Vietnams mit über 9 Millionen Einwohnern. Sie ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes und liegt im Süden Vietnams am Saigon-Fluss.

Ein Hoffnungsschimmer

Trotz des erschütternden Fundes gibt es Gründe zur Hoffnung: 40 Katzen wurden bereits mit ihren Familien wiedervereinigt, und der Saigon-Zoo verbreitet weiterhin Bilder, um weitere Besitzer zu finden. Die trächtigen Weibchen und die nach der Rettung geborenen Kätzchen erhalten spezielle tierärztliche Versorgung.

Dieser Fall verdeutlicht die Bedeutung von stärkeren Tierschutzgesetzen und Melde- und Kennzeichnungspflichten für Haustiere. Internationale Organisationen setzen sich weiterhin dafür ein, dass Katzen und andere Haustiere den rechtlichen Schutz erhalten, den sie verdienen.

Quellen: Agentur EFE, Infobae, Humane World for Animals, Polizei von Ho-Chi-Minh-Stadt.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga