22/06/2026 10:39 - Economia
Plataforma petrolera moderna en campo desértico con tuberías y tanques de almacenamiento, cielo con nubes y sol bajo en el horizonte, ambiente industrial energético
Das 14-Punkte-Memorandum, das am 17. Juni 2026 zwischen den USA und Iran in der Schweiz unterzeichnet wurde, markiert einen Wendepunkt in den globalen Energiemärkten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz – durch die fast 20% des weltweiten Öls transportiert werden – sorgte für Entspannung bei den internationalen Preisen.
Vaca Muerta (übersetzt: „tote Kuh“) ist eine riesige Schieferölförderregion in der Provinz Neuquén, im nördlichen Patagonien Argentiniens. Sie gilt als eine der weltweit bedeutendsten Lagerstätten für unkonventionelles Erdgas und Erdöl und hat Argentinien zu einem wichtigen Akteur auf dem internationalen Energiemarkt gemacht.
Laut der Beratungsfirma Economía & Energía würde der Preisrückgang einen geschätzten Verlust von rund 1 Milliarde US-Dollar bei den Energieexporten im Vergleich zum Szenario eines fortgesetzten Konflikts bedeuten. Die Beratungsfirma Empiria schätzt diesen Betrag sogar auf 1,8 Milliarden US-Dollar.
Positiv: Die Analysten sind sich einig, dass der Brent-Ölpreis während des restlichen Jahres 2026 über 75 Dollar pro Barrel bleiben wird – ein deutlich höheres Niveau als 2025 und ausreichend für die Rentabilität von Vaca Muerta und die Fortsetzung der Investitionen.
| Indikator | Prognose 2026 |
|---|---|
| Energieexporte | 11 Milliarden US-Dollar |
| Handelsüberschuss Energie | Fast 9,7 Milliarden US-Dollar |
| Brent-Prognose | Über 75 US-Dollar/Barrel |
| Referenzpreis der Unternehmen | 70 US-Dollar/Barrel (Langzeitprognose) |
Die Entspannung zwischen den USA und Iran bringt auch finanzielle Erleichterungen für die Unternehmen. Der Rückgang geopolitischer Spannungen verringert den Druck auf die internationalen Zinssätze – ein wichtiger Faktor, da Vaca Muerta erhebliche Auslandsinvestitionen für seine Expansionsprojekte benötigt.
Zudem kann Argentinien Flüssiggas (LNG) zu günstigeren Preisen für die Wintermonate erwerben, was zu einer zusätzlichen Ersparnis von schätzungsweise 500 Millionen US-Dollar bei den Importen führt.
Der Konflikt zwischen Iran und den USA, der am 28. Februar 2026 begann, forderte mehr als 3.700 Todesopfer. Das unterzeichnete Memorandum sieht die Einstellung der Feindseligkeiten, die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz innerhalb von 30 Tagen sowie einen Wiederaufbaufonds von 300 Milliarden US-Dollar für Iran vor. Katar und Pakistan fungierten als Vermittler bei den Verhandlungen.
Alfredo S. Quiroga