22/06/2026 16:18 - Internacionales
Martillo de juez sobre mesa de tribunal con bandera española difusa al fondo
Der Richter Juan Carlos Peinado, der den Fall untersucht, der Begoña Gómez (Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez) betrifft, steht vor einem neuen Konflikt mit dem Generalrat der Justiz (CGPJ) in Spanien. Das Regierungsorgan der Richter hat informationelle Ermittlungsverfahren eingeleitet, um zu klären, ob eine disziplinarische Verantwortung besteht, nachdem der Richter scharfe Kritik an der Nationalpolizei in einem seiner letzten Beschlüsse geäußert hatte.
Experten sind jedoch der Meinung, dass es unwahrscheinlich ist, dass dieses Verfahren zu einer wirksamen Sanktion führt.
Der Strafrechtsanwalt Fernando Pamos de la Hoz erklärte, dass es eine weit verbreitete Verwirrung gibt. Die Eröffnung von informationellen Ermittlungsverfahren ist keine formelle Eröffnung eines Disziplinarverfahrens, sondern eine vorläufige Phase zur Beweisaufnahme und Prüfung von Sanktionsgründen.
Der Prozess gliedert sich in:
In Argentinien könnte man ihn mit einem 'Juez de Cámara' vergleichen, einem Richter mit höherem Rang. Juan Carlos Peinado plant seine Pensionierung im September 2026. Die Nähe zu seinem Ruhestand schränkt die praktischen Auswirkungen einer möglichen Sanktion ein.
Der Streit entstand durch Aussagen von Peinado in einem kürzlichen Beschluss, der politische und rechtliche Ablehnung hervorrief. Pamos de la Hoz wies darauf hin, dass der Richter bei einer möglichen Untersuchung argumentieren könnte, seine Worte seien eine "unglückliche Formulierung" oder ein "Redaktionsfehler" gewesen.
Der Strafrechtler fügte hinzu, dass gerichtliche Entscheidungen, die als inkorrekt angesehen werden, ordentliche Rechtsmittelwege haben und nicht zwingend zu Sanktionen führen müssen. "Ich glaube nicht, dass sie ihn dafür sanktionieren werden", sagte er und betonte, dass der Disziplinarweg nicht für den Inhalt eines Gerichtsbeschlusses angewendet wird.
Die Abstimmung über die Eröffnung dieser Verfahren offenbarte die Polarisierung im Rat. Die mit dem konservativen Lager verbundenen Mitglieder stimmten dagegen und argumentierten, die Beschwerde hätte sofort abgelehnt werden müssen. Die Mehrheit entschied sich jedoch, zuerst zu untersuchen.
Pamos de la Hoz beschrieb diese Dynamik mit der spanischen Redewendung "Perro no come perro" (ein Hund frisst keinen anderen Hund), was auf Deutsch "Krähen hacken sich keine Augen aus" entspräche. Dies deutet darauf hin, dass der Korporatismus der Richter und die Politisierung des Organs eine entscheidende Rolle spielen.
Dieses Verfahren findet im Kontext der Ermittlungen statt, die Peinado seit über zwei Jahren gegen die Ehefrau von Präsident Sánchez führt. Mehrere seiner Beschlüsse wurden von der Audiencia Provincial de Madrid korrigiert, und sein Vorgehen ist Gegenstand intensiver politischer Debatten in Spanien.
Für einen Argentinier zum Verständnis: Es ist, als würde ein Bundesrichter die First Lady untersuchen, während die Regierung und die Opposition einen politischen Schlagabtausch führen. Der CGPJ ähnelt in seiner Funktion dem argentinischen Consejo de la Magistratura, ist aber in seiner Zusammensetzung und seinen Befugnissen unterschiedlich, was zu dieser internen Spannung führt.
Quelle: Infobae
Alfredo S. Quiroga