23/06/2026 10:38 - Judiciales
Diesen Montag wurde im Bundesstrafgericht von Comodoro Rivadavia (Provinz Chubut) der Prozess um das U-Boot ARA San Juan fortgesetzt. Dieses Verfahren ist eines der wichtigsten und emotionalsten in der modernen Geschichte Argentiniens. Die Richter Mario Reynaldi, Enrique Baronetto, Luis Alberto Giménez und Guillermo Adolfo Quadrini gaben der Staatsanwaltschaft das Wort für ihre Abschlussplädoyers.
Für internationale Beobachter ist wichtig zu verstehen: Comodoro Rivadavia ist eine wichtige Stadt in Patagonien, und Mar del Plata (der Heimathafen des U-Boots) ist das bedeutendste Marinelager Argentiniens am Atlantik. Die Anklage wird von den Anwälten Gastón Franco Pruzan, Lucas Colla, Julio Zárate und María Andrea Garmendia Orueta vertreten.
Die Anklage richtet sich gegen die Befehlskette. In der argentinischen Marine sind militärische Ränge und Verantwortlichkeiten streng geregelt.
| Angeklagter | Ehemalige Funktion |
|---|---|
| Luis Enrique López Mazzeo | Leiter des Kommandos für Bereitschaft und Ausbildung (COAA) |
| Claudio Javier Villamide | Leiter des U-Boot-Kommandos (COFS) |
| Hugo Correa | Leiter der U-Boot-Kommunikationszentrale |
| Héctor Aníbal Alonso | Stabschef des COFS |
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass das U-Boot am 25. Oktober 2017 mit bekannten technischen Mängeln auslief. Diese Entscheidung habe das Leben der Crew riskiert.
14.11.2017: Wassereinbruch und Brand in Batterietank Nr. 3.
15.11.2017: Implosion des U-Boots bei ca. 907 Metern Tiefe.
Das Wrack wurde am 17. November 2018 lokalisiert.
Alfredo S. Quiroga