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Kanada treibt historische Pipeline nach 150-Milliarden-Investition voran

04/07/2026 15:49 - Internacionales

Eine historische Vereinbarung für Kanadas Energie

Das Projekt zielt darauf ab, die Präsenz des Landes auf ausländischen Märkten auszubauen und die kommerzielle Abhängigkeit von den USA zu verringern.

Details zur neuen Pipeline

Am 3. Juli 2026 kündigten der kanadische Premierminister Mark Carney und die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, den Start einer neuen monumentalen Pipeline an. Nach einem intensiven Hin und Her zwischen der Provinz Alberta (eine kanadische Provinz, die für ihre riesigen Ölreserven bekannt ist) und British Columbia (BC, eine Provinz an der Pazifikküste) erreichte die Bundesregierung einen Konsens, nachdem sie über 150 Milliarden kanadische Dollar an neuen Investitionen für beide Provinzen zugesagt hatte.

Das Hauptprojekt ist eine neue Pipeline, die der Route des bestehenden Trans Mountain folgen wird, bevor sie zu einem neuen Terminal abzweigt. Laut der Regierung von Alberta wird diese Infrastruktur in der Lage sein, 1 Million Barrel Öl pro Tag zu transportieren.

  • Gesamtinvestition: Über 150 Milliarden kanadische Dollar.
  • Kapazität: 1 Million Barrel pro Tag.
  • Eigentum: Kanada und Alberta werden gleichberechtigte Partner sein, mit einer bedeutenden Aktienbeteiligung für die indigenen Gemeinschaften (die sogenannten First Nations).

Siege für die First Nations und BC

Einer der Schlüssel zum Abkommen war Carneys Entscheidung, das historische Bundesverbot für Tankschiffe, die Öl an der Nordküste von British Columbia laden oder entladen, aufrechtzuerhalten. Marilyn Slett, Präsidentin der Coastal First Nations (den Küsten-Ureinwohnern), bezeichnete die Ankündigung als einen guten Tag und betonte, dass es keine Technologie zur Reinigung von Ölverschmutzungen im Meer gebe.

Der Premier von BC, David Eby, erklärte, dass seine Regierung das Projekt nicht bekämpfen werde, nachdem starke Schutzmaßnahmen und eine faire Entschädigung für die Umweltrisiken erreicht wurden, die die Provinz eingehen wird.

Kontext und umweltpolitische Kritik

Im November 2025 hatte eine vorläufige Vereinbarung über diese Pipeline zum Rücktritt des damaligen Kulturministers Steven Guilbeault geführt, der die fehlende Konsultation der indigenen Völker anprangerte. Die Konsultationen sollen nun sofort beginnen, um dieses Szenario umzukehren.

Jedoch kritisierte das Climate Action Network die fortlaufende Ausweitung fossiler Brennstoffe mit dem Argument, dass der Klimawandel und nicht die Handelspartner die größte Instabilitätsquelle sei. Experten des Pembina Institute warnten ebenfalls, dass die Steuerzahler 90% der Projektkosten übernehmen würden, die in die zig Milliarden gehen könnten, was die wirtschaftliche Rentabilität der Initiative in Frage stellt.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga