13/07/2026 10:18 - Economia
Mit dem Ziel der Wechselkursstabilität bis zu den Wahlen im Jahr 2027 würde die argentinische Zentralbank (BCRA - Banco Central de la República Argentina) ein robustes Finanzprogramm umsetzen. Das Hauptziel wäre es, den Wert des US-Dollars bei rund 1.500 argentinischen Pesos (ARS) zu halten, eine Strategie, die die lokalen Märkte beruhigen und abrupte Kurssprünge vermeiden soll.
Laut spezialisierten Medien würde das sogenannte Schutzschild über eine Feuerkraft von geschätzten 20 Milliarden US-Dollar verfügen, was eine Erneuerung von Repo-Geschäften (Pases) über 6 Milliarden US-Dollar beinhaltet. Zu den strategischen Maßnahmen würden gehören:
Der Carry Trade ist eine Finanzstrategie, bei der Investoren Gewinne aus Zinsunterschieden erzielen. Im lokalen Kontext bedeutet das: Investoren halten Pesos in der Hoffnung, dass die Abwertung geringer ausfällt als der Zinssatz, was einen Gewinn in US-Dollar bedeutet. Mit einem kontrollierten Dollar bei 1.500 ARS und attraktiven lokalen Zinsen will der BCRA erreichen, dass Investoren im Peso bleiben, was den Druck auf die US-Währung verringert.
Der Plan ist nicht ohne Hindernisse. Es wird mit einem geringeren Deviseneinfluss aus dem Agrarsektor im zweiten Halbjahr gerechnet, ein Faktor, der traditionell den Dollar nach oben treibt. Darüber hinaus würde die Nachfrage nach der Bildung externer Vermögenswerte (Kapitalflucht) monatlich 2 Milliarden US-Dollar übersteigen.
Trotzdem zeigt das makroökonomische Szenario ermutigende Indikatoren: Der Länderrisiko-Index (Riesgo País) liegt nahe 400 Punkten, seinem niedrigsten Stand seit April 2018, und die Inflation in der Stadt Buenos Aires lag im Juni bei 1,8 %, mit einer nationalen Projektion von nahe 2 %. Zum 13. Juli 2026 wurde der offizielle Dollar für den Kleinverkauf in der Bank Banco Nación bei 1.515 argentinischen Pesos eröffnet.
Quellen: Clarín und El Cronista.
Alfredo S. Quiroga