19/06/2026 18:50 - Economia
Buques de carga navegando por el Río Paraná en un día soleado, con la costa visible y silos de granos a lo lejos
In einem der bedeutendsten Schritte der aktuellen Wirtschaftspolitik hat Argentiniens Regierung die Vía Navegable Troncal (die Hauptnavigationsroute) an das Konsortium Jan De Nul-Servimagnus vergeben. Für ausländische Beobachter ist dies entscheidend: Diese Wasserstraße, bekannt als Hidrovía Paraná-Paraguay, ist die Lebensader für den Export von Soja, Mais und Weizen, da über sie 80 % der landwirtschaftlichen Exporte Argentiniens transportiert werden.
Die neue Gesellschaft, Vía Navegable Argentina (VNA), wird den Betrieb für 25 Jahre übernehmen. Die formelle Unterzeichnung des Vertrags soll innerhalb von maximal 30 Tagen erfolgen, was den Weg für eine Modernisierung der Infrastruktur und eine Reduzierung der Logistikkosten um 13,5 % ebnet.
Für internationale Märkte bedeutet dies mehr Effizienz. Die Hidrovía verbindet das Landesinnere von Brasil, Bolivien, Paraguay und Argentinien mit dem Atlantik. Die projizierten Einnahmen für den Betreiber belaufen sich auf durchschnittlich 628,2 Millionen USD pro Jahr, mit einer Gesamtsumme von 15.707 Millionen USD über die Laufzeit. Dies generiert Arbeitsplätze für über 600 Familien und stabilisiert eine Schlüsselroute für den globalen Rohstoffhandel.
Der Prozess, der unter der Aufsicht der Agencia Nacional de Puertos y Navegación (Resolution 2026-36-APN-ANPYN#MEC) stattfand, war nicht ohne Kontroversen. Der belgische Konkurrent DEME hatte zwar einen höheren Rabatt (17,4 %) angeboten, unterlag aber technisch deutlich mit 42,14 Punkten gegen 66,20 Punkte von Jan De Nul. Die Vergabe wurde von der UNCTAD (UN-Handelskonferenz) überwacht und erhielt Unterstützung von wichtigen Industrie- und Landwirtschaftsverbänden.
Quellen: Infobae, El Día, El País - Imago News
Alfredo S. Quiroga