21/07/2026 09:27 - Actualidad
Veröffentlicht im Juli 2026
Die Ruhe im Viertel Colegiales, einer Wohngegend im Norden der argentinischen Hauptstadt (Ciudad Autónoma de Buenos Aires), soll im Juli 2026 gestört worden sein. An Laternen befestigte Plakate sollen vor dem Verschwinden von Piti, einer angeblich über drei Meter langen Boa, gewarnt haben, die von einer Terrasse an der Kreuzung der Straßen Céspedes und Zapiola entkommen sein soll. Es soll sich jedoch bald herausgestellt haben, dass es sich um eine Marketingstrategie handelte, die, laut ihrem Erfinder, außer Kontrolle geriet.
Verantwortlich für diese Aktion soll Lucas gewesen sein, ein junger Elektriker und Hundesitzer aus der Nachbarschaft. Laut dem Medium Diario Norte bestand seine ursprüngliche Idee darin, die Suche nach der Boa für ein paar Tage zu verbreiten und dann ein zweites Plakat zu veröffentlichen, das seine Hundebetreuungsdienste bewerben sollte. Die Idee war, dass diese Geschichte etwas Sichtbarkeit bekommen sollte, aber nicht so viel. Es ist mir außer Kontrolle geraten, soll Lucas in einem Interview mit dem Programm 'Y qué?' von Vorterix zugegeben haben.
Der falsche Alarm soll unter den Anwohnern, besonders bei Haustierbesitzern, für Besorgnis gesorgt haben. Die Anwältin und Stadtabgeordnete Graciela Peñafort soll ihre Besorgnis in sozialen Netzwerken darüber geäußert haben, dass das Tier ihre Terrasse betreten könnte. Die Staatsanwaltschaft soll bestätigt haben, dass die Schlange nie existierte und dass Territorialkontrolleure keine biologischen Spuren gefunden haben. Die Justiz von Buenos Aires prüft Berichten zufolge, Lucas wegen der Auslösung eines falschen Alarms und der Mobilisierung von Sicherheitskräften unter falschen Prämissen anzuklagen.
Der Fall soll die Debatte über die Haltung von exotischen Tieren wiedereröffnet haben. In Argentinien verbietet das Gesetz 22.421 aus dem Jahr 1981 die Haltung von Wildtieren als Haustiere, einschließlich der Art Boa constrictor occidentalis, um das Gleichgewicht der Ökosysteme und die öffentliche Sicherheit zu schützen.
Obwohl die Situation zunächst Besorgnis auslöste, zeigt dieser Vorfall auf humorvolle Weise, wie kreativ Menschen bei der Kundengewinnung sein können. Er bietet auch eine wertvolle Gelegenheit, das Bewusstsein für den Schutz unserer heimischen Tierwelt zu schärfen und die Bedeutung unserer Naturschutzgesetze zu unterstreichen.
Quellen: Diario Norte, Vorterix, und Clarín.
Alfredo S. Quiroga