22/07/2026 03:55 - Politica
Am 21. Juli 2026 reichte ein Block von 19 Abgeordneten der Parteien La Libertad Avanza (rechtspopulistische Partei des Präsidenten Javier Milei) und PRO (konservative Mitte-Rechts-Partei) in der Provinzlegislative von Buenos Aires einen Gesetzentwurf ein, der ein Gebührensystem für medizinische Leistungen in öffentlichen Provinzkrankenhäusern und für Bachelorstudien an staatlichen Provinzuniversitäten vorsieht. Die Maßnahme würde auf Ausländer Anwendung finden, die keinen ständigen Wohnsitz im Land nachweisen können.
Die Initiative wurde vom libertären Abgeordneten Agustín Romo angeführt, zusammen mit Nahuel Sotelo, Juan Osaba, Geraldine Calvella, Gastón Abonjo und dem PRO-Abgeordneten Alejandro Rabinovich, unter anderen. Das Projekt stützt sich auf die Migrationskategorien des Nationalen Migrationsgesetzes (Ley Nacional 25.871) und wird in einem Kontext hoher Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken nach der Niederlage der argentinischen Nationalmannschaft im Finale der Weltmeisterschaft 2026 präsentiert.
Laut dem Text des Vorschlags müssten Ausländer ohne dauerhaften Wohnsitz die Kosten für die Leistungen durch eine Krankenversicherung, einen Drittverpflichteten oder durch die Zahlung der Gebühr vor der geplanten medizinischen Behandlung tragen.
Das Projekt sieht Vergütungen für Bachelorstudien für ausländische Studierende ohne dauerhaften Wohnsitz an staatlichen Provinzuniversitäten vor. Jede Bildungseinrichtung würde die Beträge über ihre Verwaltungsorgane festlegen.
Das Projekt lädt die Gemeinden mit Gesundheitseinrichtungen ein, sich dem System anzuschließen. Bei einer Verabschiedung hätte die Provinzexekutive 90 Tage Zeit, um es zu reglementieren.
Das Projekt gelangte wenige Tage nach Argentiniens Niederlage im Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Spanien am 19. Juli 2026 in den parlamentarischen Status, ein Ereignis, das gegenseitige Kritik in sozialen Netzwerken auslöste. Romo äußerte in seinen Konten, dass der argentinische Steuerzahler 'nicht weiter die Gesundheit und Bildung für Ausländer bezahlen muss, die uns beleidigen'. Abgeordneter Osaba betonte, dass der Vorschlag 'darauf abzielt, die Nutzung öffentlicher Ressourcen zu ordnen und zu optimieren'.
Quellen: Infobae, La Nación, El Día, La Política Online
Alfredo S. Quiroga