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Argentinische Abgeordnete antwortet US-Kongressmitglied, das Argentinien als rassistisch bezeichnete

22/07/2026 18:56 - Actualidad

Die Kontroverse nach der WM 2026

Die Niederlage der argentinischen Nationalmannschaft gegen Spanien am 19. Juli 2026 im Rahmen der WM-Finale entfachte eine ungewöhnliche internationale Debatte über Rassismus in Argentinien. Die Diskussion erreichte sogar den US-Kongress.

Am 21. Juli 2026, während einer Anhörung über das Smithsonian-Institut, fragte die demokratische Kongressabgeordnete Jasmine Crockett (45 Jahre, Texas) den Yale-Historiker David Blight, warum die Welt in der Finalphase gegen Argentinien gewesen zu sein schien. Blight erwiderte, dass Spanien einfach das bessere Team gehabt habe, doch Crockett fügte hinzu: „Es gibt auch eine rassistische Geschichte in Argentinien.“

Wer ist Jasmine Crockett?

Geboren am 29. März 1981 in St. Louis, Missouri, ist Crockett eine aufstrebende Figur der Demokratischen Partei. Als Anwältin für Bürgerrechte arbeitete sie als Pflichtverteidigerin und übernahm 2020 Pro-Bono-Fälle für Aktivisten der Black-Lives-Matter-Bewegung. Seit Januar 2023 vertritt sie den 30. Distrikt von Texas, der Teile von Dallas umfasst – der Stadt, in der Argentinien zwei WM-Spiele bestritt.

Die Antwort aus Argentinien: Marcela Pagano

Am 22. Juli 2026 sandte die argentinische Abgeordnete Marcela Pagano (vom politischen Block „Coherencia“) einen offenen Brief an Crockett. In einem festen, aber höflichen Ton erklärte sie: In Argentinien sagt man „macanear“, wenn jemand mit großer Sicherheit über Dinge redet, die er nicht kennt. Pagano lieferte historische Daten: Argentinien schaffte die Sklaverei bereits 1813 mit dem „Gesetz des freien Mutterleibs“ (Ley de Vientre Libre, das die Freiheit von Kindern sklavischer Mütter garantierte) ab, während die USA dies erst 1865 taten und die rechtliche Rassentrennung bis 1964 aufrechterhielten.

Eine Debatte, die in den sozialen Netzwerken viral ging

Die Äußerungen von Crockett gesellen sich zu Beiträgen internationaler Persönlichkeiten, die laut Analysten durch Algorithmen und automatische Übersetzungen verstärkt worden sein könnten. Persönlichkeiten wie der Schauspieler Samuel L. Jackson, die Sängerin Rosalía (die sich später entschuldigte), der Schauspieler Javier Bardem und Pedro Pascal teilten in den letzten Stunden kritische Botschaften über die argentinische Gesellschaft.

In ihrem Brief räumte Pagano ein, dass Argentinien eigene historische Sünden habe, wie die Kampagne gegen indigene Völker oder das Vergessen der Afro-Argentinier. Sie betonte jedoch, dass es Gesetze wie das Antidiskriminierungsgesetz von 1988 gebe, um diese Themen aufzuarbeiten und zu debattieren. Schließlich lud sie die Kongressabgeordnete ein, Buenos Aires zu besuchen, um die historischen Archive und die afro-argentinische Musik kennenzulernen.

Quellen:

Heutige Nachrichten
Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga