27/06/2026 13:34 - Salud
Der 27. Juni ist der Welttag des Mikrobioms. Aber was genau feiern wir? Das Mikrobiom ist die Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in unserem Körper leben, überwiegend im Darm. Diese "guten" Bakterien und Archaeen sind entscheidend für die Verdauung, die Vitaminsynthese und die Immunabwehr. Ein Ungleichgewicht in diesem empfindlichen Ökosystem kann zu Beschwerden führen, die oft fehldiagnostiziert werden.
Die Abkürzung SIBO steht für "Small Intestinal Bacterial Overgrowth" (Dünndarmfehlbesiedlung). Normalerweise sollte der Dünndarm relativ frei von Bakterien sein. Bei SIBO wandern Bakterien aus dem Dickdarm nach oben und vermehren sich dort ungehindert.
Zur Diagnose wird ein Wasserstoff-Atemtest durchgeführt, der den Wasserstoffgehalt in der Ausatemluft nach dem Konsum einer Zuckerlösung misst.
Das IMO (Intestinal Methanogen Overgrowth) ist weniger bekannt, aber ebenso wichtig. Hierbei handelt es sich nicht um Bakterien, sondern um Archaeen, kleine Lebewesen, die Methan produzieren. Diese Erkrankung wurde früher fälschlicherweise oft unter SIBO subsumiert.
Da die Behandlungen unterschiedlich sind, ist eine korrekte Diagnose entscheidend. Der Atemtest sollte idealerweise sowohl Wasserstoff als auch Methan messen, um beide Erkrankungen zu erkennen.
Der Welttag des Mikrobioms erinnert uns daran, wie wichtig eine ausgewogene Darmflora ist. Neben der medizinischen Behandlung helfen folgende Schritte:
Quelle: Infobae Salud
Alfredo S. Quiroga