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Wunder in Venezuela: 18 Tage alter Säugling nach 32 Stunden unter Trümmern gerettet

27/06/2026 15:26 - Internacionales

Ein Lichtstrahl inmitten der Tragödie

Am Mittwoch, den 24. Juni 2026 erschütterten zwei verheerende Erdbeben den Norden Venezuelas – einem Land an der Nordküste Südamerikas, bekannt für seine Karibikküste und die Andenregion. Unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Playa Grande, einem Küstenort im Bundesstaat La Guaira (ca. 30 km westlich der Hauptstadt Caracas), geschah ein wahres Wunder.

Ein Säugling von nur 18 Tagen und seine Mutter wurden nach 32 Stunden unter den Trümmern lebend gerettet. Der kleine Juan David wurde als Erster geborgen, staubbedeckt aber bei Bewusstsein. Etwa eine Stunde später erreichten die Rettungskräfte seine Mutter Dayana Patiño, die ihr Kind die ganze Zeit mit ihrem Körper beschützt hatte – ohne Wasser und Nahrung.

Die Rettungsbilder, von der Content-Erstellerin Merly Quintero geteilt, verbreiteten sich in sozialen Netzwerken und rührten Millionen Menschen weltweit. In den Videos ist der Moment zu sehen, in dem Rettungskräfte das Baby aus den Trümmern heben und es dem Vater übergeben, der nie die Hoffnung aufgegeben hatte.

Die Rettung im Detail

  • Ort: Playa Grande, Bundesstaat La Guaira (nahe Caracas)
  • Zeit unter Trümmern: 32 Stunden
  • Säugling: Juan David, 18 Tage alt
  • Mutter: Dayana Patiño
  • Gesundheitszustand: Beide ins Krankenhaus eingeliefert

Erdbeben-Zahlen

  • Bestätigte Tote: Mindestens 920 Personen
  • Verletzte: 3.360 Personen
  • Eingeschlossene: 172 noch in Trümmern
  • Geschädigte: 4.000 Personen
  • Betroffene Häuser: 383 insgesamt

Der Moment, als sie die Schreie hörten

Die Influencerin Merly Quintero, die bei den Rettungsarbeiten in Playa Grande half, erzählte, wie ein Freund sie bat, seine verschwundene Schwester zu suchen. Nach Stunden verzweifelter Suche hörten die Rettungskräfte Dayanas Schreie unter der eingestürzten Struktur.

"Unter denen, die dort waren, begannen wir, die Mutter schreien zu hören", berichtete Quintero über den Moment, als sie wussten, dass es Überlebende gab. Dayanas Ehemann, zusammen mit Freiwilligen und Rettungskräften, ruhte nicht, bis sie gefunden wurden.

Die Anwohner nannten es bald "das Wunder von La Guaira" – der am stärksten betroffene Bundesstaat durch die Erdbeben, wo sich das völlig zerstörte Gebäude befand, in dem die Familie lebte.

Die tragische Bilanz der Erdbeben

Laut dem Präsidenten der Nationalversammlung von Venezuela, Jorge Rodríguez, hinterließen die zwei Erdbeben mit Magnituden 7,2 und 7,5 vom Mittwoch, den 24. Juni, eine verheerende Bilanz:

Datum Angabe
TodesopferMindestens 920
Verletzte3.360
In Trümmern eingeschlossen172
Geschädigte Personen4.000
Betroffene Wohnungen383
Registrierte seismische Ereignisse302

Hintergrund: La Guaira ist ein wichtiger Küstenbundesstaat nördlich von Caracas, Venezuelas Hauptstadt. Die Region ist für ihre Strände und den wichtigsten Hafen des Landes bekannt. Die Magnituden 7,2 und 7,5 entsprechen extrem starken Erdbeben, die schwerste Schäden verursachen können.

Aufruf, die Verkehrswege nicht zu blockieren

Die venezolanischen Behörden richteten einen dringenden Appell an die Bevölkerung: "Bitte fahren Sie nicht nach La Guaira", bat Jorge Rodríguez in seiner Fernsehansprache.

Der Grund: Die Zufahrtswege verstopfen sich mit Menschen, die helfen wollen, was den Transport von Verletzten und die Arbeit der Rettungsteams erschwert. "Die beste Unterstützung ist, die Verkehrswege freizuhalten, damit die Gesundheitsteams die Patienten transportieren und die Rettungskräfte ihre Arbeit besser leisten können", erklärte er.

Die Sucharbeiten werden intensiv fortgesetzt, mit mehr als 1.600 internationalen Rettungskräften aus mindestens 17 Ländern, die bei den Rettungsarbeiten assistieren.


Quellen: BBC Mundo | LM Neuquén

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Alfredo S. Quiroga