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Insaurralde fordert Annullierung des Dollar-Video-Beweises

03/07/2026 16:00 - Judiciales

Der Antrag vor dem Bundesrichter

Martín Insaurralde, ehemaliger Bürgermeister des Bezirks Lomas de Zamora (im Großraum von Buenos Aires) und ehemaliger Kabinettschef der Provinz Buenos Aires, reichte am 2. Juli 2026 einen formellen Antrag beim zuständigen Bundesrichter, Luis Armella, ein. Ziel ist es, die Verwendung eines Videos als Beweismittel zu verhindern, in dem seine Ex-Frau, das Modell und Fernsehmoderatorin Jesica Cirio, neben Millionen von US-Dollar in einem Schrank zu sehen ist. Der Antrag erfolgt im Rahmen der Ermittlungen wegen Geldwäsche und illegaler Bereicherung, gegen die der ehemalige Beamte ermittelt wird.

Die Verteidigung des Ex-Funktionärs argumentiert, dass das audiovisuelle Material einen illegalen Ursprung hat und daher nicht zu den Akten genommen werden darf. Wie der argentinische Nachrichtensender TN berichtete, ahmt diese prozessuale Strategie einen früheren Antrag nach, der von Cirio selbst in demselben Gerichtsverfahren gestellt wurde. In Argentinien sind Bundesrichter für Verbrechen zuständig, die Bundesgesetze wie Geldwäsche verletzen.

Argumente der Verteidigung

Die Anwälte von Insaurralde argumentierten, dass die Bilder aus dem Hacken und einem kriminellen Diebstahl von Cirios persönlichen Geräten stammten. Der Antrag weist darauf hin, dass es fundierte Verdachtsmomente gibt, dass das Material nach dem illegalen Diebstahl bearbeitet und verändert wurde.

In diesem Zusammenhang forderten sie die Anwendung der Beweisausschlussregel (eine juristische Doktrin, die illegal erlangte Beweise unzulässig macht) und gaben an, dass das Fehlen einer forensischen Beweiskette die Echtheit des Videos nicht zertifizieren könne. Die Aufnahme zeigt Koffer, Taschen und Schubladen voller Bündel von Fremdwährungen in einem Anwesen des Country-Clubs (einer geschlossenen Wohnanlage für die Oberschicht) Fincas San Vicente.

Diskrepanzen bei den Razzien

Aufgrund der öffentlichen Verbreitung des Videos ordnete das Gericht Gutachten und eine Inspektion in dem Haus an, in dem die Bilder angeblich gefilmt wurden. Jüngste Aussagen von Beamten der Bundespolizei, die an den Razzien im Jahr 2023 teilnahmen, haben jedoch Zweifel an dem Ort aufgebracht.

Zwei Beamte erklärten, dass sie nicht bestätigen konnten, ob der Schrank auf dem Video derselbe ist, den sie durchsucht hatten. Einer der Polizisten zufolge ist der Ort auf dem Video eng und hat keine Fenster, während der Schrank in der Wohnanlage geräumig war und mattierte Glasscheiben hatte.

Der Stand des Falls

Die Ermittlungen gegen den ehemallichen Beamten von Gouverneur Axel Kicillof verschärften sich nach einer Luxusreise nach Marbella im September 2023 mit dem Modell Sofía Clerici. Der Staatsanwalt Sergio Mola hat bereits die Vernehmung von Insaurralde, seiner Familienmitglieder und mutmaßlicher Strohmänner, die in das Netzwerk verwickelt sind, beantragt.

Obwohl der Richter den Antrag auf Festnahme der Hauptbeteiligten ablehnte, ist sowohl Martín Insaurralde als auch Jesica Cirio die Ausreise aus dem Land untersagt. Die Justiz wartet derzeit auf die endgültigen Ergebnisse eines umfassenden buchhalterischen Gutachtens über das Vermögen der Angeklagten.

Es ist erwähnenswert, dass Insaurralde laut Informationen vom Juli 2026 häufig in einem Büro in der Libertad 567, Etage 10, in der Stadt Buenos Aires gesehen wurde, das angeblich der Anwältin Mariana Gallego gehört. Der Anwalt von Cirio wiederum erstattete Anzeige wegen einer angeblichen Erpressung im Zusammenhang mit dem Fall bei der Staatsanwaltschaft Nr. 58.

Quellen: La Voz, TN und Infobae
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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

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