09/07/2026 15:18 - Sociales
9. Juli 2026
Die Welt der Werbung und Kommunikation trauert, feiert jedoch gleichzeitig das enorme Erbe von Ramiro Agulla, der heute um 4:00 Uhr morgens im Alter von 62 Jahren verstarb. Wie Quellen von Infobae berichteten, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aufgrund einer Lungenentzündung, die zu einem septischen Schock führte.
Geboren 1964 in Río Gallegos (einer Stadt im tiefen Süden Patagoniens) und seit seiner Kindheit in Buenos Aires ansässig, wurde Agulla zu einem der einflussreichsten Kreativen der 90er Jahre und des frühen 2000er Jahre. Er hinterließ unauslöschliche Spuren in der argentinischen Popkultur.
Zusammen mit seinem historischen Partner Carlos Baccetti gründete er 1994 die Agentur Agulla & Baccetti, die sich später mit der Lowe & Partners Worldwide Gruppe zusammenschloss. Ihr Talent brachte ihnen internationale Anerkennung ein. Die Agentur wurde im Gunn Report (USA) als die fünftbeste der Welt in den Jahren 2007, 2008 und 2010 und als die zweitbeste in 2006 und 2009 ausgezeichnet.
Baccetti verabschiedete sich von seinem Freund mit einer bewegenden Botschaft in den sozialen Netzwerken: Feliz viaje hermano (Gute Reise, Bruder), begleitet von einem Foto aus ihrer Jugend und einer Botschaft ewiger Freundschaft.
Agullas Kreativität überschritt Grenzen mit unvergesslichen Werbespots:
Das Duo revolutionierte auch das moderne politische Marketing in Argentinien. Sie standen hinter der historischen Präsidentschaftskampagne von Fernando de la Rúa im Jahr 1999, berühmt für den Slogan dicen que soy aburrido (sie sagen, ich sei langweilig) - eine clevere Anti-Politiker-Strategie. Ebenso schufen sie den Werbespot Vamos Menem im Jahr 2003. Ihre innovative Vision führte dazu, mit internationalen Figuren wie Sebastián Piñera, Vicente Fox und John McCain zusammenzuarbeiten.
Agulla verstand Politik durch Emotionen: Es spielt keine Rolle, was die Politiker sagen, was zählt, ist das Plausible und zu überzeugen, pflegte er zu sagen. Er erinnerte daran, dass in die Häuser keine Ideen, sondern Emotionen einziehen.
Alfredo S. Quiroga