21/07/2026 03:31 - Actualidad
Datum des Ereignisses: Montag, 20. Juli 2026
Die Rückkehr in die Klassenzimmer in der argentinischen Provinz Entre Ríos nach den Winterferien fand am 20. Juli 2026 unter dem Zeichen eines 24-stündigen Arbeitskampfes statt. Dieser wurde von der Lehrergewerkschaft AGMER (Asociación Gremial del Magisterio de Entre Ríos) unter Beteiligung von AMET (Asociación del Magisterio de Enseñanza Técnica) ausgerufen.
Laut dem Consejo General de Educación (CGE) — der Bildungsbehörde der Provinz — verzeichnete man eine Anwesenheitsquote der Lehrkräfte von 75 Prozent in den 17 Departamentos der Provinz. Der CGE betonte, dass diese hohe Präsenz den normalen Schulbetrieb sichergestellt habe.
Andererseits berichteten lokale Medien, dass die Führung von AGMER Paraná (der Hauptstadt der Provinz) eine Streikbeteiligung von 85 Prozent schätzte.
In Argentinien sind 'Paritarias' die Tarifverhandlungen, in denen der Staat (als Arbeitgeber) und die Gewerkschaften Gehaltsanpassungen und Arbeitsbedingungen aushandeln. Kommt keine Einigung zustande, kann der Staat die Erhöhung per Dekret festlegen, wie in diesem Fall geschehen.
Der Streik wurde nach gescheiterten Verhandlungen beschlossen. Wie Manuel Gómez, Generalsekretär von AGMER Paraná erklärte, bot die Provinzregierung eine Erhöhung von 3 Prozent für Juli (zahlbar im August) und 4 Prozent für September (zahlbar im Oktober) an. Nach Ablehnung durch die Gewerkschaft setzte die Exekutive die Erhöhung per Dekret durch.
Zu den wichtigsten Maßnahmen des offiziellen Dekrets gehören:
AGMER argumentierte, dass dieser Vorschlag angesichts der akkumulierten Inflation unzureichend sei. Gómez wies darauf hin, dass die Lehrkräfte im ersten Halbjahr 2026 einen Kaufkraftverlust von 16,6 Prozent erlitten hätten.
Trotz der Meinungsverschiedenheiten bleibt der Dialog offen. Die Provinzregierung betonte die Fortsetzung der Verhandlungen. Der Konflikt steht auch im Zusammenhang mit der geplanten Rentenreform, gegen die AGMER rechtliche Schritte prüft, wie Berichte zeigen.
Die Bildung in Entre Ríos geht ihren Weg mit der Hoffnung, dass der Dialog zu würdigen Bedingungen für die Lehrenden führt und die Schule als Grundpfeiler der Gesellschaft gestärkt wird.
Alfredo S. Quiroga