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Erste Atmosphäre auf einem erdähnlichen Planeten entdeckt

21/07/2026 10:47 - Tecnologia

Ein historischer Meilenstein in der Suche nach außerirdischem Leben

Veröffentlicht am 21. Juli 2026.

Ein internationales Team von Astronomen hat möglicherweise zum ersten Mal in der Geschichte die Existenz einer Atmosphäre bestätigt, die einen erdähnlichen Gesteinsplaneten umgibt. Dieser Planet, der sich in der bewohnbaren Zone einer fernen Sterns befindet, heißt LHS 1140 b. Er liegt 49 Lichtjahre entfernt (das entspricht etwa 463 Billionen Kilometern) und umkreist einen sogenannten Roten Zwerg.

Was genau ist LHS 1140 b?

Als "Super-Erde" klassifiziert, wurde dieser Exoplanet erstmals im Jahr 2017 entdeckt. Er hat einen Radius, der 1,7-mal größer ist als der unserer Erde, und eine Masse, die fast 5,6-mal so groß ist. Er benötigt weniger als 25 Tage für einen kompletten Umlauf um seinen Stern. Ähnlich wie unser Mond zur Erde, ist er "gezeitengebunden", was bedeutet, dass er seinem Stern immer dieselbe Seite zuwendet und somit keinen traditionellen Tag-Nacht-Zyklus hat.

Das Geheimnis der Atmosphäre

Damit ein Planet Leben beherbergen kann, muss er sich in der sogenannten "Goldlöckchen-Zone" (habitable Zone) befinden: nicht zu nah, um auszutrocknen, und nicht zu fern, um zu gefrieren. Laut einer in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Studie erfüllt LHS 1140 b nicht nur diese Bedingung, sondern bringt auch die beiden anderen entscheidenden Voraussetzungen mit: Er besteht aus Gestein und besitzt eine Atmosphäre.

Helium als Schlüsselindikator

Mithilfe des Magellan Clay-Teleskops am Las Campanas-Observatorium in Chile entdeckten Forscher im Jahr 2024 entweichendes Helium aus der oberen Atmosphäre des Planeten. Obwohl Helium allein kein Leben unterstützen könnte, vermuten Wissenschaftler, dass in den tieferen Schichten schwerere Gase wie Stickstoff, Kohlendioxid, Sauerstoff oder Wasserdampf vorhanden sein könnten.

Eine faszinierende Beobachtung

Bei einer neuen Beobachtungskampagne im Jahr 2025 könnte das Team das Helium-Signal nicht mehr nachgewiesen haben. Dies deutet darauf hin, dass die Atmosphäre des Planeten variabel entweicht – ein faszinierendes Phänomen, das es den Wissenschaftlern ermöglichen könnte, die Atmosphäre eines in vielerlei Hinsicht erdähnlichen Planeten in Echtzeit zu beobachten, wie Shreyas Vissapragada, einer der Autoren der Studie, erklärte.

Sind wir allein im Universum?

Collin Cherubim, Wissenschaftler an der Harvard University und Hauptautor der Studie, beschrieb den Fund als großen Erfolg. Dies ist möglicherweise das erste Mal, dass jemand eine Atmosphäre auf einem Gesteinsplaneten in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns gefunden hat, betonte er. Sara Seager, Astrophysikerin am MIT, hob hervor: Wenn es einen gibt, gibt es bei Exoplaneten noch mehr, was die Tür für zukünftige Entdeckungen weit öffnet.

Die Existenz dieser Atmosphäre zeigt, dass ein Gesteinsplanet seine Gashülle über Milliarden von Jahren bewahren könnte, trotz der intensiven ultravioletten Strahlung von Roten Zwergen. LHS 1140 b entwickelt sich somit zu einem vorrangigen Ziel für künftige Forschungen, die herausfinden wollen, ob sich auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser befindet.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga